Magazin
Nachfolgend eine kleine Auswahl aus den zwei Magazin-Seiten der aktuellen EMMA.
Tabubrecherin Herman

Der einzige korrekte Satz, der im Verlauf der Sendung aus ihrem Mund kam, löste die größte Empörung aus. „Es sind auch Autobahnen damals gebaut worden“, sprach Eva Herman. „Und wir fahren heute darauf.“ Darauf Kerner: „Autobahn geht nicht!“, empört assistiert von Senta Berger und Schreinemakers, die sich 50 Minuten lang zu Herman-Statistinnen hatten degradieren lassen. Erst dann komplimentierte Kerner die pathologisch selbstgerechte Herman raus. Da hatte der hessische CDU-Minister Alois Rhiel es am Tag zuvor schon besser gemacht: Er sagte kurzerhand seine Teilnahme an dem Kongress „Freude am Glauben“ in Fulda ab, nachdem Herman nicht ausgeladen wurde. Der Veranstalter, das „Forum deutscher Katholiken“ ist so einschlägig wie seine „tapfere“ Gastrednerin. Das Forum betreibt den „geistigen Neuaufbruch und die Neuevangelisierung Deutschlands“, nennt „Abtreibung ein verabscheuungswürdiges Verbrechen“ und Homosexualität einen „schweren Verstoß gegen Gottes Gebote“. Das ist die Welt der Eva Herman: gut christlich-fundamentalistisch und gut rechts. Was spätestens seit dem „Eva-Prinzip“ kein „Missverständnis“ mehr, sondern klar sein dürfte. Aber da müssen die Sympathien für großdeutschen Wahn erst grob explizit werden, damit die Empörung Wellen schlägt. Man darf gespannt sein, welche Medien sich als nächstes vor Evas wahnhaft (selbst)gerechten Karren spannen lassen.
ZÜRICH
Kommunale Pornos?
Gute Nachrichten aus Zürich: Die Sexmesse "Extasia" ist aus ihrer Ausstellungshalle geflogen - und das zum zweiten Mal. Schon 2006 hatte es Proteste gegen die größte Schweizer Sex- und Pornoshow (Plakatmotiv: auf allen Vieren kriechende Frau) gehagelt. Die Betreibergesellschaft der Messe Zürich, das Privatunternehmen ABB, zog Konsequenzen und feuerte die "Extasia". Die zog 2007 um ins Hallenstadion. "Das von der Stadt mit über 100 Millionen Steuerfranken subventionierte Hallenstadion ist sich offenbar nicht zu schade, mit Pornografie Geld machen zu wollen", erklärten die Evangelische Volkspartei (EVP) und die Christliche Volkspartei (CVP). Als auch noch "viele Privatpersonen" protestierten, kündigte der Verwaltungsrat den Pornohändlern. - Schlechte Nachrichten aus Berlin und München: Offenbar völlig ungestört residieren die Sexmessen "Venus" im Messegelände unter dem Funkturm (zu 99,7% in Senatsbesitz) und "Eros & Amor" immer pünktlich zum Oktoberfest im Münchner Olympiapark (zu 100% in Stadtbesitz). Kommentar des Olympiapark-Pressesprechers Arno Hartung auf EMMA-Nachfrage: "Wir stellen hier eine Dienstleistung zur Verfügung." Ach, stimmt ja. Sexuelle Dienstleistungen sind ja inzwischen was ganz Normales.
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Die Antwort. Aktueller Essay. Ein Frauenwort, statt Mädchengelaber.
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Romy Schneider Mythos und Leben Aktualisierte Neuausgabe der Biografie
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Marion Dönhoff - Ein widerständiges Leben. Aktualisierte Neuausgabe der Biografie. (KiWi, 8.95 €)








