Bitte aktualisieren Sie Ihren Flash-Player

Alice Schwarzer

Alice Schwarzer hat 1977 EMMA gegründet und ist seither ihre Verlegerin und Chefredakteurin.

Mehr über Schwarzer - Termine, Blog, Biografie - unter www.aliceschwarzer.de

Aktuelles Blog-Thema:
Sandberg meets Steinem

News

Abschied!

Lieber Playboy-Club…

…nun hast du deine Pforten geschlossen. Du bist pleite. Seit deiner Eröffnung im August 2012 herrscht gähnende Leere in deiner schicken Location am Rhein. Deine Bunnys standen sich die Hasenfüße platt. Tja. Hättest du doch uns, deine Nachbarinnen im Kölner Rheinauhafen gefragt. Wir hätten dir gleich gesagt, dass das keinen Zweck hat. Zwar haben wir hierzulande keinen Mangel an Sexismus, aber zigarrepaffende Männer, die sich ihren Brandy von Frauen mit Hasenohren und Puschelschwänzen kredenzen lassen, sind out in Germany. Dein Investor Fabian Thylmann hätte das wissen müssen, der ist ja Deutscher. Die zweistellige Millionenkaution, die er gerade hinterlegen musste, damit der Internet-Porno-King von „Manwin“ während seines Verfahrens wegen Steuerhinterziehung nicht länger im Knast sitzen muss, fehlt jetzt natürlich auch in der Playboy-Club-Kasse. Weiterlesen

EMMAonline, 22.05.2013

Kritik an den Femen

Was ist falsch an den spektakulären Aktionen?

Die Femen bringen Wind, ja Sturm in die deutsche Feministinnen-Szene. Den Sturm der Entrüstung. Nach ihrem Anti-Diktator-Auftritt gegen Putin auf der Messe in Hannover machten die Femen jetzt in Berlin Barbie Feuer unterm Hintern: Eine Feme mit dem Slogan "Life in plastic is not fantastic" auf der bloßen Haut fackelte vor dem „Barbie Dreamhouse“ eine gekreuzigte Barbie ab. Was die Aufmerksamkeit der Medien erregte, jedoch nicht nur den Profiteuren der Barbie-Industrie missfiel, sondern auch den Feministinnen von Pinkstinks, die kurz vorher gegen Barbie protestiert hatten. Warum sollten nicht viele Feministinnen auf viele Arten gegen den Barbiewahn protestieren? Und was hat das feministische Pop-Magazin Missy eigentlich gegen die Femen? Weiterlesen

EMMAonline, 19.05.2013

Deutsche Krebsärztin rät:

"Nur gut informiert Entscheidungen treffen"

Auch in Deutschland lassen sich Frauen, wie Angelina Jolie, aus Angst vor Brustkrebs präventiv das Brustgewebe entfernen. Es gibt bundesweit 15 Zentren, die sich auf Fälle familiärer Belastung spezialisiert haben. Eins davon ist das „Zentrum für familiären Brust- und Eierstockkrebs“ an der Kölner Uniklinik, an dem sich rund 30 Frauen pro Jahr für die sogenannte Mastektomie entscheiden. EMMA sprach mit der Leitenden Oberärztin Dr. Kerstin Rhiem. Sie warnt davor, dass der Fall Jolie dazu führen könnte, dass Frauen sich die US-Schauspielerin zum Vorbild nehmen - ohne genaues Wissen über ihr familiäres Risiko. „Das wäre fatal.“ Weiterlesen

EMMAonline, 17.05.2013

Stop Pinkifizierung!

Proteste gegen das „Barbie Dreamhouse“ in Berlin

Man müsste schon eine rosarote Brille aufhaben, wenn man die Eröffnung des „Barbie Dreamhouse“ auf dem Berliner Alexanderplatz als Erfolg für die Veranstalter bezeichnen wollte. Ganze 30 BesucherInnen begaben sich in das Traum-Imperium der anorektischen Blondine, um an gigantischen Schuhregalen vorbeizuflanieren oder virtuelle Cupcakes zu backen. Über zehnmal so viele aber protestierten gegen das eindimensionale Frauenbild, das Mädchen mit der „Barbie Experience“ verpasst bekommen, von Slutwalk (mit bunten Plakaten wie „Barbie – nicht nur Cupcakes backen, auch essen!“) bis Femen (die im rosa Riesen-Higheel vor dem Eingang eine gekreuzigte Barbie verbrannten). - EMMA sprach mit Stevie Schmiedel (Foto 2. v. li.), Gründerin der Initiative Pink Stinks gegen sexistische Werbung und zu viel Rosa im Kinderzimmer. Weiterlesen

EMMAonline, 17.05.2013

Cannes kann's nicht

Melissa Silverstein über den Frauenmangel in Cannes

Die filminteressierte Welt blickt nach Cannes und sieht: Männer. In diesem Jahr ist im Wettbewerb um die Goldene Palme neben 19 Regisseuren immerhin eine Regisseurin nominiert: Valeria Bruni-Tedeschi, die ältere Schwester von Carla Bruni-Sarkozy; für ihren Film „Un château en Italie“. Die Liste der Männer hingegen liest sich wie ein Treffen unter Kumpels: Roman Polanski, Steven Soderbergh, Ethan & Joel Cohen und Jim Jarmusch sind natürlich dabei. Im letzten Jahr ging gar keine Frau ins Rennen. Was zu Protesten führte. "Frauen zeigen in Cannes ihr Gesicht, Männer ihre Filme", klagten die französischen Feministinnen von La Barbe in einem offenen Brief an die Macher in Cannes, unterstützt von den Filmemacherinnen Coline Serreau, Virginie Despentes und Fanny Cottencon. Auch die Hollywood-Bloggerin Melissa Silverstein protestierte. Sie fordert, dass sich die Schieflage in Sachen Frauen & Film nicht nur in Cannes sondern ganz grundsätzlich ändert. Und sie hätte da auch schon ein paar Vorschläge. Weiterlesen

EMMAonline, 16.05.2013

Mutig oder feige?

Alice Schwarzer über Angelina Jolie

Angelina Jolie ist mutig. Kein Zweifel. Sie lebt bis heute relativ unangepasst. Sie engagiert sich in Film wie Leben für vergewaltigte Frauen im Krieg. Sie geht jetzt mit einer schockierenden, intimen Information an die Öffentlichkeit. Die 37-Jährige hat sich beide Brüste amputieren bzw. aushöhlen lassen. Grund: Angst vor Brustkrebs. Dazu hat Jolie verschärfte Gründe. Nicht nur ihre geliebte Mutter starb mit 56 an Brustkrebs, auch sie selbst trägt das Brustkrebsgen BRCA1 in sich. Laut Experten erhöht das das Risiko zu erkranken um 60 bis 90 Prozent. Doch lässt sich ein solches Problem mit dem Messer lösen? Kann ein Mensch Körperteile, die bedroht sein könnten, einfach abschneiden und bleibt dann gesund zurück? Gewiss nicht. Ein so entfremdetes, mechanisches Verhältnis zum eigenen Körper trägt dem komplexen Zusammenspiel eines Körpers inklusive der Rolle psychischer Einflüsse kaum Rechnung. Jolies Operation ist also weder mutig noch feige, sie ist eine Panikhandlung. Und Panik ist ein schlechter Ratgeber. Die Schauspielerin wäre besser beraten gewesen, ihren eigenen Körper maximal zu beobachten, sich alle sechs Monate untersuchen zu lassen – und umgehend zu handeln, sobald erste Anzeichen für eine Erkrankung auftreten. Ein Vorbild sollte Angelina Jolie in dem Punkt also nicht sein. Meine ich. – Und was meint ihr?

EMMAonline, 15.05.2013

Interview mit Brigitte Neuss

Darum geht es den "Müttern für Rentengerechtigkeit"

Die Frau in der Mitte, das ist Brigitte Neuss. Mit ihren Mitstreiterinnen von der Initiative „Mütter für Rentengerechtigkeit“ hat sie zum Muttertag in der
Kölner Schildergasse demonstriert. Die Frauen fordern: gleiche Rente für alle Mütter. Und dafür sammeln sie nun Unterschriften, die sie an die Bundesregierung schicken wollen. Denn bisher ist die Rente gesetzlich folgendermaßen geregelt: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen für die Erziehungszeit nur einen statt drei Entgeltpunkte angerechnet. Das macht einen Unterschied von mindestens 56,14 € pro Monat. Das muss sich ändern, findet Brigitte Neuss. Weiterlesen

EMMAonline, 14.05.2013

19. MAI: DFB-POKAL

EMMA verlost zehn Karten fürs Endspiel

Fußballfäninnen (und –fans) aufgepasst: Wenn am 19. Mai im Kölner RheinEnergieStadion die Fußballfrauen von Turbine Potsdam und VfL Wolfsburg (die Deutschen Meisterinnen 2013), zum spannenden Finale um den DFB-Pokal aufeinandertreffen (Foto: Rebecca Smith von Wolfsburg und Tabea Kemme von den Turbinen mit dem begehrten Pott), könnt ihr kostenlos dabei sein. EMMA verlost in Kooperation mit dem DFB fünfmal zwei Karten für das Spiel, das nun zum vierten Mal nicht mehr als Vorspiel des Herren-Pokalfinales in Berlin, sondern als eigener Hauptakt in Köln stattfindet. Anpfiff ist um 16.30 Uhr, aber schon ab 11.11 Uhr (wann sonst?) beginnt das Vorprogramm mit Autogrammstunden der Nationalspielerinnen, Talkrunden und Musik. Wer bei der Karten-Verlosung mitmachen möchte, schreibt einfach eine E-Mail (mit Angabe eurer vollständigen Adresse), wir schicken den glücklichen GewinnerInnen die Karten dann zu. Alle anderen können Karten über die DFB-Tickethotline 01805/992202 oder www.dfb.de käuflich erwerben. Mehr zum Thema Frauenfußball

EMMAonline, 14.05.2013

Kritische Islamkonferenz

Unabhängige MuslimInnen trafen sich in Berlin

Nach diesem langen und nicht enden wollenden Winter war es eines der ersten schönen Wochenenden in Berlin. Die Sonne schien und wer Gelegenheit hatte, den zog es hinaus in die Cafés oder Parks, und an die Seen in und um Berlin. Rund 150 Frauen und Männer aber versammelten sich in der von den BerlinerInnen verlassenen Innenstadt, um im vierten Stock des Auditoriums in der Friedrichstraße 180 über „das Projekt der transkulturellen Gesellschaft“ unter dem Motto „Selbstbestimmung statt Gruppenzwang“ zu diskutieren. Eingeladen hatte die Giordano-Bruno-Stiftung, der Zentralrat der Ex-Muslime, aber auch Terre de Femmes, die Alevitische Gemeinde und die Initiative progressiver Frauen. In zehn Vorträgen und sechs Diskussionspanels ging es um einen zeitgemäßen Islam, Emanzipation, um Integration und Identität. Erwähnenswert ist es, weil damit seit langem erstmals wieder der ernsthafte Versuch gemacht wurde, die Debatte um den Islam offen unter Muslimen zu diskutieren. Weiterlesen

EMMAonline, 13.05.2013

Alice Schwarzer in Greiz/Gera

Westfrau meets Ostfrauen und -männer

Lange vor der Wende hat EMMA viel über die Frauen in der DDR berichtet, über ihre Vorteile und Nachteile im realen Sozialismus. Ab der Wende gab es dann eine Serie von Artikeln, die um Verstehen und Verständnis rangen (mehr zum Thema im EMMA-Lesesaal). Vor allem die EMMA-Herausgeberin hat immer wieder daran erinnert, dass „nicht alles schlecht war“ im Osten. „Wir Westfrauen haben gelernt, dass politischer Protest etwas bringen kann – die Ostfrauen konnten schon früher in ‚Männerberufe’ und haben bis heute mehr Krippen und Kindergärten“, sagt Alice Schwarzer. Darum „wäre es ideal gewesen, wir hätten unser beidseitgen Vorteile zusammengeschmissen“. Das ist erst mal nicht passiert – könnte aber doch noch werden. Am Montagabend, den 13. Mai, liest Alice Schwarzer im Rahmen der „Thüringer Literatur- und Autorentage“ in der Vogtlandhalle in Greiz aus ihrem „Lebenslauf“. Und diskutiert anschließend mit allen, denen das Spaß macht. Karten: T 03661/62880 oder 0151/17371391, www.lesezeichen-ev.de

EMMAonline, 10.05.2013

11.+12. Mai in Berlin

Kritische Islamkonferenz gegen Islamismus

Vier Tage nach der „Deutschen Islam Konferenz“, die alljährlich vom Innenminister einberufen wird, findet an diesem Wochenende in Berlin die zweite „Kritische Islamkonferenz“ statt. Während die offizielle Islamkonferenz sich vor allem an organisierte Muslime wendet, debattieren bei der alternativen Konferenz unabhängige Individuen, darunter mehrere Deutsch-Türkinnen: von der Soziologin Necla Kelek über die Juristin Seyran Ates bis zu der Psychologin und SPD-Politikerin Lale Akgün. Und auch der Generalsekretär der Aleviten in Deutschland, Ali Dogan; der Ägypter Hamed Abdel-Samad sowie die Iranerin Mina Ahadi debattieren über den „Weg zu einem zeitgemäßen Islam“ und das Ziel einer „Selbstbestimmung statt Gruppenzwang“. Ahadi hatte vor fünf Jahren in Köln die erste "Kritische Islamkonferenz" organisiert. Weiterlesen

EMMAonline, 10.05.2013

HOMO-MAHNMAHL

Gedenken an Lesben im Nationalsozialismus

Die Initiatorinnen haben den Titel ihrer Gedenkveranstaltung mit Bedacht gewählt: „Verschwiegen und vergessen“. Denn wie schon der Streit um das „Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ zeigte, werden Verfolgung und Unterdrückung der weiblichen Homosexuellen unter den Nazis bis dato ignoriert und teilweise sogar geleugnet. So verweigerte die Brandenburgischen Gedenkstätten eine Erinnerungs-Tafel an der KZ-Gedenkstätte Ravensbrück, dem größten Frauen-Konzentrationslager. Und: Die bisherigen Gedenkveranstaltungen am Homo-Mahnmal gedachten ausschließlich der männlichen NS-Opfer. Um das zu ändern, lädt das Berliner Lesbenarchiv Spinnboden gemeinsam mit der Magnus Hirschfeld-Gesellschaft heute um 17 Uhr zu einer „Veranstaltung zum Gedenken an das Leid lesbischer Frauen im Nationalsozialismus“. Frauen wie Clara Schröder (Foto), die in den Akten der Hamburgischen Gefangenen-Anstalten unter der Kategorie „Perversität“ auftaucht. An Frauen wie sie erinnert bei der heutigen Feier Claudia Schoppmann, die vor der Kranzniederlegung über die Frauen während der „Zeit der Maskierung“ berichtet.

EMMAonline, 10.05.2013

Proteste zum Muttertag

Gerechte Rente: Sind „Mütter unbezahlbar?“

Sie wollen keine Blumen am Muttertag – sie wollen Geld und Gerechtigkeit. Deshalb werden sie am Freitag, 10. Mai, und Samstag, 11. Mai, mit Schürzen und Stoffwindeln in den Fußgängerzonen von Bad Honnef und Köln stehen – und zeigen, dass Mutti nicht mehr duldsam ist. Die Forderung der „Mütter für Rentengerechtigkeit“: Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, bekommen für die Erziehungszeit nur einen statt drei Entgeltpunkte für ihre Rente angerechnet. Das macht einen Unterschied von mindestens 56,14 € pro Monat. „Diese Benachteiligung wiegt umso schwerer, als für die vor 1992 Geborenen kein Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung bestand“, erklärt Brigitte Neuß (Foto re), Gründerin der Initiative aus Swisttal und Mutter von drei Kindern. Aber der Gesetzgeber stellt sich quer: Kein Geld. Das wollen die „Mütter für Rentengerechtigkeit“ nicht gelten lassen. Unter dem Motto „Mütter unbezahlbar?“ hatten sie schon am Internationalen Frauentag auf dem Bonner Marktplatz protestiert – jetzt sind Bad Honnef und der Kölner Neumarkt an der Reihe. – P.S. Der Muttertag ist übrigens eine gemeinsame Erfindung des „Verbands Deutscher Blumengeschäftsinhaber“ und der „Arbeitsgemeinschaft für Volksgesundung“. Mehr zu seiner fragwürdigen Geschichte steht hier.

EMMAonline, 09.05.2013
» News-Archiv