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DIE AUTOBIOGRAFIE
Vom ersten Tag Alice bis zum ersten Tag EMMA. In großer Offenheit erzählt Alice Schwarzer ihren Lebensweg. Über Kindheit & Jugend; über Arbeit, Liebe & Politik.
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JournalistInnenpreis 2012 - Jetzt einreichen!
Einsendeschluss ist der 31. März 2012. Es können einreichen: AutorInnen, Redaktionen, LeserInnen. Adresse: EMMA-Redaktion, Stichwort: JournalistInnen-Preis. Die Jury ist unabhängig. Ihre Mitglieder stehen für die Vielfalt der Arbeit von JournalistInnen heute. Zur Auschreibung
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Die aktuelle EMMA
Inhaltsverzeichnis
Editorial von Alice Schwarzer
Die arabische Frühling wird zur Eiszeit. mehr
TV-Moderatorin Marietta Slomka
Die Kühle ist in Wahrheit ganz heiter. mehr
Hollywood-Star Portia de Rossi
DeGeneres Lebensgefährtin gesteht Magersucht.
Thailands Staatspräsidentin
Ist Shinawatra, die Schwester, eine Marionette?
Österreichs Frauenministerin
Gabriele Heinisch-Hosek ist echt aktiv.
Femen Power!
Der neue Feminismus kommt aus der Ukraine.
Dominique Strauss-Kahn
Kumpel von Zuhälterringen und Mafia.
Splitterfasernackt
EMMA trifft die Autorin Lilly Lindner.
Der Amanda-Knox-Prozess
Sie ist frei. Dank einer geschickten Litigation-PR?
Der Kachelmann-Prozess
Das spektakulärste Beispiel für Litigation-PR. Artikel lesen
Wiederholt nicht unsere Fehler!
Appelliert Shirin Ebadi an ihre ägyptischen Schwestern.
Sie beschimpfen uns als Huren!
Klagt die tunesische Frauenrechtlerin Souad Rejeb.
Besetzen wir unser Leben!
Marlene Streeruwitz war bei den Protesten. mehr
Occupy the World
Sechs Aktivistinnen erzählen, warum sie mitmachen.
Frauen im Boot bringen Unglück
Deshalb kommen sie bei den Piraten nicht vor. mehr
Her mit den Piratinnen!
Verschlafen die Frauen gerade die digitale Revolution?
Die neuen Tonträgerinnen
Was haben sie, was Rihanna nicht hat? mehr
Ist Kevin gerne ein Mann?
Gender-Erzieher in Wien: nicht reden, machen.
Ist Johann überhaupt ein Mann?
Kita-Erzieher in Berlin: kein Geld, keine Anerkennung.
Geht's noch, Ministerin Schröder?
Darum ist Jungenarbeit eine Idee der Frauenbewegung. Artikel lesen
Die Kanzlerin kriegt Ärger
Von ihren eigenen Frauen. Wg. Betreuungsgeld.
Die Pink-Industrie
So vermüllt sie kleinen Mädchen das Gehirn.
Blond und Feministin
Sonya Kraus: Kein Bock auf die doofe Blondine!
Feminismus liebt Fashion
Bettina Weber ist EMMAs neue Modekolumnistin.
Generation Angst
Warum manche junge Frau vergisst, sich einzumischen. mehr
Zu schlau für die Liebe
Annette Anton findet: Dating Down ist keine Lösung. Oder doch?
Die Frau aus der Kälte
Marlene Streeruwitz' neuer Roman - eine Herausforderung!
Die Königin ist zurück
Endlich! Zora Neale Hurstons Bücher wieder auf Deutsch.
Klischeewüste Kinderbuch
Überall nur öde Prinzessinnen und böse Schrapnellen.
Warten auf den Sieg
So steht es um den deutschen Frauenfußball nach der WM.
Hana ist fertig mit Putzen
Und mischt mit ihrem Geld jetzt ihr polnisches Dorf auf.
Starke Schweizer Frauen
Ein Porträtband stellt große Pionierinnen vor. Von der Söldner bis zur Juristin.
Der 12. Journalistinnenpreis
Einreichen bis zum 31. März 2012. Artikel lesen
300 EMMAs im Netz
EMMA ab jetzt vollständig digitalisiert.
Dossier: 40 Jahre Frauenbewegung
Frauen im Aufbruch
40 Jahre bewegte Frauen - und überraschte Männer.
Eine schrecklich feministische Familie
Karla, Angela & Elisa: drei Frauengenerationen erzählen.
Drei Muttersöhne
Jan, Andreas & Moritz über ihre feministische Kinderstube.
Männer, wir kommen!
Wie es losging, beschrieb Alice Schwarzer 1972 in Pardon.
Echt hart erkämpft
Gesetze, die es ohne die Frauenbewegung nicht gäbe.
Und für Sie persönlich?
Prominente über die Folgen der Frauenbewegung.
Schweizer Feminismus
Seit 1971 wählen sie - und jetzt? Eine Bilanz von Michèle Roten.
Schweizer Abstinenz
Warum junge Frauen den Urnengang schwänzen.
Wiener Frauenbewegung
Marlene Streeruwitz blickt zurück an die frühen Jahre.
Setzen, sechs!
Wie die Frauenbewegung in Schulbüchern vorkommt.
Der ultimative Femi-Test
Wieviel Frauenbewegung steckt in Ihnen?
Die sollte frau gelesen haben!
Denn diese Bücher sind Augenöffner.
Top-Themen
Dossier
News
Todesstoß für den FMT?
Kommen Sie doch mal in den Turm, Frau Kraft!

Das Interesse der Medien war groß an dieser Pressekonferenz des FrauenMediaTurm im Heine-Institut. Rund 30 JournalistInnen von Presseagenturen, Print, Funk und Fernsehen befragten anderthalb Stunden lang Alice Schwarzer (Gründerin und Vorstandsvorsitzende der gemeinnützigen Stiftung), Barbara Schneider-Kempf (Vorstandsmitglied und Generaldirektorin der Staatsbibliothek Berlin) und Friedrich Bode (bis 2010 Ansprechpartner des FMT im NRW-Wissenschaftsministerium) zu der dramatischen Kürzung der Förderung des feministischen Archivs in Köln. Doch die brisanteste Information dieses Tages wurde nur in dem FAZ- bzw. WDR-Kommentar eines Kollegen erwähnt. Weiterlesen
Jolly Goods auf Tour
Diese beiden sind ziemlich good!

Es gibt die Jolly Goods aus Berlin! Zwei Schwestern, die auf ihrem zweiten Album „Walrus“ sperrigen Indie-Rock machen. In ihrem Video zu „Try“ tritt ein androgyner, glatzköpfiger Mann in blauem Kleid und weißen Pumps auf. Über ihre Platte sagen sie: „Dem Mainstream-Bild von Frauen als zerbrechliche und dünne Wesen wollten wir dieses fette Walross entgegensetzen.“ Und wenn Rezensionen sexistisch sind, schreiben sie: „Hallo Spex, vielleicht würde euch ein bisschen mehr Gender-Diskurs gut tun, anstatt Altmännerphantasien über ‚erwachsenen Sex‘ von jungen Frauen“. Sie organisieren das „Ruby Tuesday Rock Camp“ für Mädchen. Und auf Tour in Deutschland und der Schweiz sind sie derzeit auch. Hier geht es zu den Tourterminen.
4. bis 12. Februar
Kulturtipp: Frauen & Jazz in Halle

Beim siebten Festival „Women in Jazz“ in Halle wird es neben Konzerten und Ausstellungen erstmals auch Sessions, zwei Workshops und eine Jazzfilmnacht geben. Zu den Highlights zählt die Saxofonistin Angelika Niescier, die 2010 das „German Women Jazz Orchestra“ leitete. In Halle trifft Niescier auf das Anne Lieberwirth Trio und die Pianistin Julia Hülsmann. Die Harfenistin Cristina Braga, ein Star in der brasilianischen Musikszene, kommt mit ihrem Quintett. Und auch die deutsch-tansanische Sängerin Lyambiko ist mit von der Partie: Die gebürtige Thüringerin und „Sängerin des Jahres“ 2011 gründete in Berlin mit drei Musikern ein Quartett und startete eine internationale Karriere.
Blog von Alice Schwarzer
Der FrauenMediaTurm & die NRW-Regierung

Als meine Feministinnen-Generation Anfang der 1970er Jahre antrat, hielten wir uns für die Ersten. Die Stunde Null hatte geschlagen – und nun kamen endlich wir: die jungen, radikalen, kämpferischen Frauen! Es dauerte ein paar Jahre, bis wir begriffen: Wir hatten das Rad neu erfunden. Wir hatten wieder bei Null angefangen, obwohl wir Feministinnen doch eine Geschichte haben. Eine stolze Geschichte, aus der wir hätten lernen können, ja müssen. Denn ohne Geschichte hat der Mensch keine Zukunft. Ich habe daraus die Lektion gezogen, Anfang der 1980er Jahre ein Frauenarchiv zu initiieren: den FrauenMediaTurm (FMT). Der FMT in Köln ist heute weit über deutsche Grenzen hinaus politisch wie wissenschaftlich ein Pionierprojekt. Doch jetzt droht diesem Hort der Geschichte der Frauen das Aus. Ausgerechnet die rotgrüne „Frauenregierung“ kürzt die Förderung der gemeinnützigen Stiftung radikal. Und zögert nicht, dies auch noch mit falschen Behauptungen und Unterstellungen zu begründen. Weiterlesen
HOMO-MAHNMAL
Neuer Film: Jetzt dürfen auch Frauen küssen

Mit zwei Jahren Verspätung ist es jetzt so weit: Im Berliner „Mahnmahl für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ sind die homosexuellen Frauen nicht länger unsichtbar. Gestern wurde der Film im Inneren des Betonkubus, der bis dato zwei küssende Männer in Endlosschleife zeigte, ausgetauscht. Im neuen Film, der von den Künstlern Gerald Backhaus, Bernd Fischer und Ibrahim Gülner entwickelt wurde, küssen nun fünf Männer- und Frauenpaare verschiedener Altersgruppen an verschiedenen Orten: in der Straßenbahn, im Hausflur, auf dem Fußballplatz. Zudem haben die Künstler auch die Reaktionen anderer Menschen auf den Kuss einbezogen. Nach der Präsentation des Films im „Ort der Information“ des Holocaust-Mahnmals, bei dem die offen homosexuelle Bundesverfassungsrichterin Susanne Baer den Festvortrag hielt, nahmen rund 200 Gäste an einer Kranzniederlegung am Mahnmal teil. EMMA hatte 2008 mit einer Kampagne gegen die Ignoranz homosexueller Frauen im Mahnmal protestiert und mit rund 1.500 UnterstützerInnen – von Hella von Sinnen bis Ralf König – erreicht, dass der Film im Inneren des Mahnmals alle zwei Jahre ausgetauscht werden soll. Im Jahr 2010 wäre es also so weit gewesen, aber die Jury ließ sich zwei Jahre länger Zeit. Nun dürfen also auch Frauen küssen – besser spät als nie.
EMMA Geburtstag
Übermut tut immer gut!

Gestern haben die EMMAs standesgemäß ihren 35. Geburtstag gefeiert. Nämlich auf einer Karnevalssitzung des Kölner Damen-Kabaretts „Schnittchen“. Selbst die Karnevalsfernen unter den EMMAs (das gibt es) haben fröhlich geschunkelt und bis nachts um zwei getanzt. Tagsüber hatte EMMA-Herausgeberin Alice Funk-Interviews en suite über 35 Jahre EMMA gegeben und fand besonders „die Fragen der Männer schlau“. Tja. Geärgert haben wir uns über einen Fernsehbeitrag. Da hatte die Kollegin stundenlang bei EMMA gedreht: die Redaktionskonferenz, an der sechs Frauen beteiligt waren; das Interview mit EMMA-Cartoonistin Franziska Becker, die seit 35 Jahren dabei ist – und was kam dabei heraus? Knappe Statements von Alice plus der bekannte, immer wieder gleiche alte Bildersalat über „die Schwarzer“ (zum Teil mit hochmanipulativen, verzerrten Aufnahmen), garniert mit einer zwei Sekunden lang stumm dasitzenden Redaktion. „Ich habe schon echt keinen Bock mehr auf diese Pressetermine bei EMMA. Wir geben uns so eine Mühe, aber es kommt immer nur der gleiche voreingenommene Quatsch dabei raus“, sagt Alexandra. Und die ist erst seit einem Jahr dabei. – Liebe LeserInnen: Tausend Dank für eure zahlreichen herzlichen Glückwünsche!
Geburtstag
EMMA wird 35 Jahre alt!

Ach, das waren Zeiten, als Thomas Gottschalk noch im Tante-Emma-Laden die EMMA verkaufte. Mit Werbesprüchen wie: „Hier noch eine EMMA für den jungen Hausmann zum Ausmalen!“ Und Bekenntnissen à la: „Ich selbst lese EMMA lieber als Playboy.“ Da sorgt wohl schon Thea für! - Das war anno 1988 und Tommy löste damit seine verlorene Wette ein aus „Wetten, dass…?“. In der gleichen Sendung hatte auch EMMA-Herausgeberin Alice Schwarzer eine Wette verloren – und zur Strafe sechs männliche Kollegen eingeladen, eine „Männer-EMMA“ zu machen: Die Hälfte des Heftes für die Männer, die Hälfte für die Frauen (Es durfte aber auch fremd gelesen werden). Alles nachlesbar im EMMAdigital-Lesesaal, wo neben 25.348 Seiten EMMA aus 35 Jahren auch die schon so lange vergriffene erste EMMA-Ausgabe vom 26. Januar 1977 online steht. PS: Gestern haben Tommy und Alice live in Gottschalks Sendung noch mal über die guten alten Zeiten.
Echte Männer
Oder: Tödliches Imponiergehabe auf der Costa Concordia

In deutschen Feuilletons gibt es seit einiger Zeit immer wieder mal Klagen junger Journalistinnen über den Verlust der „echten Männer“. Kein Zweifel: Kapitän Francesco Schettino, 52, galt als solcher – bis zu dem tödlichen Manöver. Entsprechend agierte der als gutaussehender Hasardeur und Gigolo beschriebene Neapolitaner in den sechs Stunden zwischen Ablegen und Kentern. 1. Essen und reichlich Trinken am Kapitänstisch des Bordrestaurants, flankiert von zwei jungen Frauen. 2. Bummel auf der Kapitänsbrücke mit einer 25-jährigen blonden Tänzerin aus Moldawien. 3. Abenteuerlich dichtes Vorbeifahren an der Insel Giglio, um einem Kumpel zuzuwinken. 4. Eine Stunde lang Verharmlosung des von ihm zu verantwortenden 70 Meter langen Risses im Schiff. 5. Abgang trotz Aufforderung der Hafenaufsicht, sofort aufs Schiff zurückzukehren und die Evakuierung der Passagiere zu leiten. 6. Mindestens 13 Tote, nach wie vor werden 20 Menschen vermisst. 7. Anruf bei Mama: „Mama, es ist eine Tragödie geschehen. Aber bleibe ruhig. Ich habe versucht, die Passagiere zu retten. Ich werde dich für eine Weile nicht anrufen können.“ – Ein echter Mann eben.
SILIKON-SKANDAL
„Das muss Konsequenzen haben!“

Ein französischer Hersteller mit enormer krimineller Energie; ein Zulieferer, der sein billiges Industrie-Silikon jahrelang ohne Nachfrage an den Implantat-Produzenten PIP (Poly Implant Prothèse) schickte; Ärzte, die die Implantate einsetzten, obwohl sie in den USA bereits verboten waren. Dazu kam der TÜV, der lax kontrollierte und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, das ein Jahr brauchte, um Frauen endlich die Entfernung der Implantate zu empfehlen. „Das sind alles Ungereimtheiten, aus denen Konsequenzen gezogen werden müssen!“ sagt Hilde Schulte, Ehrenvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs (Foto). Was die Frauenselbsthilfe fordert, wie Betroffene erkennen können, ob sie ein PIP-Implantat tragen und warum die Krankenkassen die Kosten für die Entfernung auch im Falle einer Schönheits-OP tragen sollten, erklärt Hilde Schulte im EMMA-Interview. Interview lesen
Männerprotest
Gemeinsam gegen das Patriarchat kämpfen!

Sie sind Männer. Und sie wollen, dass sich etwas ändert! Sind es leid, die Machos oder Helden spielen zu müssen. Und sie haben mit den Feministinnen an ihrer Seite gute Erfahrungen gemacht. Sie wollen als emanzipierte Männer mit ihnen gemeinsam kämpfen! Grüne Männer in Spitzenpositionen, wie Sven Lehmann, Landesvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen NRW, gehen in die Offensive. Sie veröffentlichten gleich zwei Manifeste: "Gemeinsam gegen das Patriarchat kämpfen" und "Nicht länger Macho sein müssen. - Die Diskussion ist eröffnet. Nicht nur zwischen echt emanzipierten Männern und der "Männer-Ministerin-Schröder", sondern auch zwischen Feministinnen und Feministen. Im EMMA-Forum diskutieren
Ehrenmord
Trauermarsch für Arzu Özmen

Sie war in Detmold aufgewachsen und hatte sich in der Bäckerei, in der sie arbeitete, in ihren Kollegen Alex verliebt. Am 1. November 2011 wurde die 18-jährige Kurdin Arzu Özmen (Foto) von ihren fünf Geschwistern, die zurzeit alle in Untersuchungshaft sind, aus der Wohnung ihres Freundes entführt. Am 15. Januar wurde sie auf einem Golfplatz in Schleswig-Holstein erschossen aufgefunden. Arzu Özmen sei Opfer eines „Ehrenmordes“, „einer von 70, die uns in den vergangenen zehn Jahren bekannt geworden sind“, klagt Serap Cileli. Wie eine Studie des Bundesfamilienministeriums ergab, suchen jährlich rund 3.200 Mädchen Hilfe bei Beratungsstellen, weil ihnen die Zwangsverheiratung droht. Die Autorin („Wir sind eure Töchter, nicht eure Ehre“) und Aktivistin Cileli, die mit ihrem Verein „Peri“ bereits rund 200 Mädchen zur Flucht vor Zwangsverheiratung verholfen hat, ruft für Samstag, 21. Januar, zu einem Trauermarsch für Arzu auf. „Bislang haben diese Frauen und Mädchen in Deutschland den Status von Mordopfern zweiter Klasse.“ Bei den seltenen Gedenkveranstaltungen glänze „die Politprominenz häufig ebenso mit Abwesenheit wie Vertreter von Migranten- oder Islamverbänden.“ Der Marsch beginnt um 16 Uhr vor der Bäckerei Müller, Hornsche Straße 239, in Detmold. Mehr zum Thema Ehrenmorde
Jetzt im Kino
Eine Kriegerin ohne Feind

„In einer Demokratie dürfen alle mitentscheiden. Alkoholiker, Kinderschänder und Asis, denen unser Land egal ist.“ Deshalb findet die Supermarktkassiererin Marisa (Alina Levshin) Demokratie scheiße, ebenso wie ihr trostloses Leben in der ostdeutschen Provinz. Ihren Hass lebt sie in ihrer Neonazi-Clique aus. Als Marisa absichtlich zwei junge Asylbewerber aus Afghanistan anfährt und einer am nächsten Tag an ihrer Kasse steht, hilft sie ihm – und langsam gerät ihr Weltbild ins Wanken. Eigentlich wollte Filmemacher David Wnendt bei seiner Reise durch Ostdeutschland Industrieruinen fotografieren. Er änderte seinen Plan, weil er über die vielen rechtsextremen Jugendlichen erschrak, die er in Dorfdiskos und Jugendzentren traf. In „Kriegerin“ wirft Wnendt nicht nur einen genauen Blick auf die Ausländerfeindlichkeit der Naziszene, sondern auch auf ihre – in diesem Fall tödliche – Frauenverachtung. Mehr zum Thema
"Döner-Morde"
EMMAs Vorschlag zum „Unwort des Jahres“
Nun steht also das „Unwort des Jahres 2011“ fest: „Döner-Morde“. Die Jury der „Gesellschaft für deutsche Sprache“ (fünf Männer, eine Frau) wählte den Begriff, den selbst Innenminister Friedrich verwendete, weil die „folkloristisch-stereotype Etikettierung einer rechts-terroristischen Mordserie“ die Opfer „in höchstem Maße diskriminiert“. EMMA schließt sich der Begründung an, hätte aber auch noch zwei weitere Vorschläge gehabt: „einvernehmlicher Sex“ und „Unschuldsvermutung“. Begründung? Da fragt man am besten Nafissatou Diallo oder Claudia D. oder irgendeine von den 86800 geschätzten vergewaltigten Frauen im Jahr, deren Vergewaltiger nie angezeigt, nie angeklagt oder nie verurteilt wurden.














