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Barbara Kruger: Kaiserring

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Barbara Kruger ist die achte Künstlerin (von 46 KünstlerInnen), der in Goslar der Kaiserring angesteckt wird. Und vor ihren überdimensionierten Text-Bild-Arrangements, die sich flächendeckend an Wänden, Decken und auf Böden im Innen- oder Außenraum ausbreiten, fühlen sich BesucherInnen umzingelt. Auf Plakaten und Flugblättern starren ihnen sarkastisch verfremdete Allgemeinplätze der Medien entgegen, wie: „Your body is a battle­ground“ („Dein Körper ist ein Schlachtfeld“ 1989) oder “We don’t need another hero“ („Wir brauchen keinen neuen Helden“ 1987).

Am Anfang hat Barbara Kruger im Dienste der Frauenbewegung gearbeitet. Ab Anfang der 80er- Jahre eroberte Kruger, neben u. a. Cindy Sherman oder Jenny Holzer (beide ebenfalls mit dem Goslarer Kaiserring geehrt) die US-Kunstszene. Heute zählt die 74-Jährige zu den international bekanntesten feministischen Künstlerinnen. Ihre parodistischen Appelle wie „Buy me, I’ll change your life“ (1984) entlarven das trügerische Glücksversprechen von Werbung und Kapitalismus. Aus Descartes Satz „Ich denke, also bin ich“ machte Kruger 1984: „I shop, therefore I am“ (Ich shoppe, also bin ich).

Barbara Kruger ist im Arbeitermilieu von Newark (New Jersey) aufgewachsen. Sie begann als Werbegrafikerin, studierte an der Parsons School of Design unter anderem bei der Fotografin Diane Arbus. Sie arbeitete als Grafikdesignerin und bis 1980 für das Modemagazin Mademoiselle. Die Schrift Futura gehört bis heute zur unverwechselbaren Handschrift der Autodidaktin. Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet sie multimedial mit Videoprojektionen und Klangkunst. Und seit rund 20 Jahren hat die rebellische, doch längst hoch Anerkannte eine Vollzeitprofessur und wirkt in Vorständen einiger Museen mit. Schon 1982 hatte Barbara Kruger ihren ersten Biennale-­Auftritt in Venedig und nahm im selben Jahr an der documenta 7 in Kassel teil. 2005 erhielt sie in Venedig den Goldenden Löwen für ihr Lebenswerk. Da ist der Goslarer Kaiserring eine schöne Beigabe.

Kruger lebt in New York und Los Angeles. Zurzeit widmet sie sich wieder verstärkt politischen Themen. Sie sagt: „Ich will, dass meine Arbeiten einen visuellen Beitrag zu den Diskussionen liefern, die bestimmen, wie wir leben.“

Termine:
Verleihung des Kaiserrings und Ausstellungseröffnung: 21.9.2019 im Mönchehaus Goslar.
Ausstellung bis 26.1.2020.
www.moenchehaus.de

 

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