68er-Bewegung

Morgan: Sisterhood Is Powerful!

Als junge linke Aktivistin ließ Robin Morgan die Genossen hochgehen: mit ihrer Kampfansage „Goodbye to all that“ (1970) über den Frauenhass in der Linken. Da war sie schon berüchtigt. Sie hatte 1968 den ersten Frauenprotest gegen den Miss-America-Wettbewerb auf die Beine gestellt und die radikal-feministische Gruppe W.I.T.C.H. gegründet.

Liebe Genossinnen, Genossen.

Sanders Tomatenrede 1968 in Frankfurt.

Meinhof: Hass gegen Angst

Der Weg von Ulrike Meinhof von der brillanten linken Journalistin zur RAF-Terroristin im Untergrund war dramatisch. Schade. Denn sie war Feministin. Doch der Hass war zu groß. Nicht nur aufs Establishment und den Imperialismus, sondern auch auf den eigenen Ehemann. Das schrieb Meinhof nach dem Tomatenwurf

Genossen, ihr seid unerträglich!

Helke Sander hielt die berühmte „Tomatenrede“ und ist eine der Gründerinnen der Kinderläden. 1937 in Berlin geboren, die Eltern waren „Mitläufer“, der Vater ein „Tyrann“. Sie gründete 1968 den „Aktionsrat zur Befreiung der Frauen“. Später initiierte Sander die Gruppe „Brot und Rosen“ und das erste Frauenfilmfestival.

Vor 50 Jahren flog die Tomate

Der Tomatenwurf am 13. September 1968 von Genossin Rüger gegen den Genossen Krahl ist im kollektiven Gedächtnis. War das schon Frauenbewegung? Nein. Aber es war ihr Vorfrühling: Der Aufstand der Genossinnen gegen die Genossen.

68erinnen: Sauer auf die Genossen!

Das ist das berüchtigte Flugblatt des Weiberrates 1968, Titel: Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen! Denn die wollten zwar die bolivianischen Bauern befreien, aber ihre eigenen Frauen sollten weiter Tippen, Kochen und die Beine breit machen.
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