Protest

Linda Sarsour: Eine Vorzeige-Feministin?

Die amerikanische Glamour kürt Linda Sarsour zu einer ihrer „Frauen des Jahres 2017“. Eine ultra-orthodoxe Muslimin, die die Scharia befürwortet. Und den Djihad. Und das sind nicht die einzigen kruden Äußerungen, mit denen das „Homegirl im Hidjab“ (NYT) immer wieder auffällt. Wer ist Linda Sarsour?

"Ich bin kein Freier!"

Sebastian würde nie eine Frau kaufen. Weil „Sex auf Einverständnis beruhen sollte!“ Er ist einer von vielen Männern, die jetzt erklären: #IchBinKeinFreier. Die Performancekünstlerin Justyna Koeke von Sisters e.V. hat die Aktion mit KünstlerInnen aus Stuttgart initiiert. Um denen eine Stimme zu geben, die erstaunlich wenig zu Wort kommen.

„Das ist eine Provokation!“

Mitten in der Affäre Weinstein will die Cinématèque Française Roman Polanski eine Retrospektive widmen. Frankreichs Feministinnen sind wütend. Offenbar spielt für die Cinématèque keine Rolle, dass sich kürzlich die vierte Frau gemeldet hat, die der Regisseur als Minderjährige vergewaltigt haben soll.

Das Problem, das jetzt einen Namen hat!

Die Erfahrungsberichte, die Frauen im Netz unter #MeToo posten, zeigen vor allem eins: Wir leben in einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Frauen als normal gilt. So normal, dass sogar die Frauen sie häufig gar nicht wahrnehmen. In einer Kultur, in der Frauen als maximal verfügbar gelten, nicht zuletzt dank der Pornografie.

Verpfeif dein Schwein!

Die Affäre Weinstein hat die Mauer des Schweigens niedergerissen. Im Netz veröffentlichen tausende Frauen ihre eigenen Erfahrungen. Von Frankreich bis Kanada. Und in Deutschland? Hier kommt der Online-Protest unter "Me too" auch so langsam in Fahrt.

Alle wussten bescheid. Und jetzt?

30 Jahre lang sexuelle Gewalt - jetzt ist es raus. Seine Frau Georgina Chapman (Foto re) hat sich getrennt. Da kommt Hoffnung auf. Denn wenn so ein Gigant über seine sexuellen Verbrechen fallen kann, dann kann das in Zukunft jeder Mann.
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