In der aktuellen EMMA

Allensbach zu Prostitution

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Für die Bevölkerung in Deutschland, wo es kein Prostitutionsverbot gibt, steht außer Frage, dass Prostitution und insbesondere die Lage von Prostituierten in Deutschland ein Problemfeld ist, geprägt von Missständen, Illegalität und Risiken. Dies zeigt eine aktuelle Studie des „Instituts für Demoskopie Allensbach“, die im Auftrag der „Alice Schwarzer Stiftung“ im September 2020 durchgeführt wurde.

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Die langjährigen Bestrebungen, Prostitution aus der Illegalität zu holen und die Situation von Prostituierten zu verbessern, sind nach dem Eindruck der überwältigenden Mehrheit fehlgeschlagen. Lediglich 20 Prozent glauben, dass Prostituierte heute besser vor Gewalt und Ausbeutung geschützt sind, 76 Prozent sind überzeugt, dass sich ein großer Teil der Prostitution illegal abspielt. Die große Mehrheit geht auch davon aus, dass es für Politik und Justiz außerordentlich schwierig ist, Missstände in diesem Bereich erfolgreich zu bekämpfen.

Die Situation von Prostituierten assoziiert die große Mehrheit mit Zwang, Gewalt und Ausbeutung. Rund 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind überzeugt, dass viele zur Prostitution gezwungen, häufig misshandelt und ausgebeutet werden. 59 Prozent gehen auch davon aus, dass Prostituierte oft Erniedrigungen durch ihre Freier ausgesetzt sind. Nur eine Minderheit von 14 Prozent kann sich vorstellen, dass viele Prostituierte ihre Tätigkeit gerne ausüben oder dass die materiellen Anreize zumindest eine begrenzte Kompensation bieten können. Gleichzeitig ist die Mehrheit überzeugt, dass Prostituierte kaum auf Hilfen bauen können, wenn sie aussteigen wollen.

Frauen beurteilen die Situation von Prostituierten kritischer als Männer.

Den ganzen Artikel in der November/Dezember-Ausgabe lesen.

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