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Warum kondoliert Merkel Erdogan?

Und warum spricht die Politik nach dem Attentat nur mit den reaktionären Islamverbänden? Den Opfern und den trauernden Angehörigen wird das nicht gerecht. Vor allem nicht den ermordeten Kurden, die doppelt verfolgt werden: von deutschen Rassisten und türkischen Nationalisten und Islamisten wie Erdogan.

Tödlicher Männlichkeitswahn

Elf Tote, inklusive Täter und seiner Mutter. Eine erschütterte Nation und Menschen in Angst. War der Täter von Hanau „nur“ ein Verrückter und Rassist? Er war paranoid und größenwahnsinnig, seine „Untermenschen“ waren „gewisse Volksgruppen“– wobei viele der getöteten Kurden hier geboren sind.

Und was passiert in Deutschland?

Bisher nicht genug. Kleine verlorene Frauengruppen gehen auf die Straße. Für Kanzlerin Merkel war die Gewalt gegen Frauen bisher kaum Thema. Dabei sind die Zahlen identisch mit Frankreich: Mindestens 147 Frauen wurden 2017 von ihren eigenen Männern ermordet. Und die Frauenhäuser sind überfüllt.

Französinnen in der Offensive

Sie sind seit Monaten das Thema Nr. 1 in Medien und Politik - und auf der Straße: Die Männer, die ihre eigenen Frauen umbringen. 137 allein im Jahr 2019. Frauenministerin Schiappa legte einen Aktionsplan vor und Präsident Macron schaltete sich persönlich ein: Gegen das Versagen von Polizei und Justiz!

Antisemitismus. Rassismus. Sexismus.

Mal wieder haben wir es mit einem jungen Mann zu tun, der sich für einen „Loser“ hält. Seine Antwort: Hass. Auf Juden. Auf Muslime. Auf Frauen. Der Attentäter von Halle erfüllt das klassische Täter-Muster. Und endlich scheint angekommen, dass Frauenfeindlichkeit zum Hass-Paket dieser Täter gehört.

Die Kinder von Lügde

Das erste Urteil im Fall Lügde ist gefallen: Bewährungsstrafe für den Täter. Opferschutzverbände kritisieren das „opferfeindliche Urteil“. scharf. Auch vor dem Prozess war viel von den Tätern die Rede – und wenig von den Kindern, die sie missbrauchten. EMMA traf eine Initiative, die das ändern will.
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