Amoklauf Winnenden

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10 Jahre Amoklauf von Winnenden

Am 11. März 2009 erschoss Tim Kretschmer an seiner ehemaligen Schule elf Mädchen und Frauen und einen Jungen. Was ist seitdem in und mit der Stadt passiert? Das „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ hat eine (Teil)Verschärfung des Waffenrechts erreicht. Und über Frauenhass als Tatmotiv wird endlich auch geredet.

Prof Rolf Pohl: Was Männlichkeit heute bedeutet

Sozialpsychologe Rolf Pohl erklärt, warum Männlichkeit in unserer Gesellschaft nach wie vor stark mit Gewalt und der feindseligen Abwertung von Frauen verknüpft ist. Er sagt: „Um das zu ändern, müssen wir an die gängige Konstruktion von Männlichkeit heran". Nur mehr männliche Lehrer und Erzieher zu fordern, reicht nicht.

Unsichtbar: Im Inneren des Walfischs

Alice Schwarzer über den Amoklauf von Winnenden: Warum leugneten selbst die Ermittler den Faktor Geschlecht? Warum wollte niemand wissen, dass Tim K. vor allem die Mädchen erschoss? Es ist, als säßen wir im Bauch eines Walfisches. Mittendrin, da, wo der gewaltige Fisch selbst nicht zu sehen ist.

Amoklauf: Hat Tim K. aus Frauenhass getötet?

Alice Schwarzer analysiert die Tat. Motiv: Frauenhass. Und sie fordert eine Erziehung zu mehr Menschlichkeit statt Männlichkeit.

Tim K.: Es war Frauenhass

Fühlte der Amokläufer von Winnenden sich als Mann unterlegen und entwertet? Glaubte er sich gedemütigt durch Frauen? Alles deutet darauf hin. Am 11. März erschoss der 17-jäh­rige Tim K. aus Winnenden in seiner ehemaligen Schule zwölf Menschen – elf davon waren weiblich. Und der einzige Mann, der Schüler

Amoklauf Winnenden: Ich will Klarheit

Gisela Mayer hat beim Amoklauf ihre Tochter Nina verloren. Die 24-Jährige war als Referendarin an der Albertville-Realschule – und wurde dort am 11. März 2009 eines der elf weiblichen Opfer von Tim K. Ihre Mutter, selbst Lehrerin, will verhindern, dass die Gesellschaft weiter wegschaut.
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