Frauen in traditionellen Frauenberufen

Erzieherinnen: „Wir müssen Flagge zeigen!“

Es dürfte Kölns größte Frauendemo seit den frauenbewegten 1970er Jahren gewesen sein: Rund 2.000 Erzieherinnen umstellten das Stadthaus. EMMA war dabei. „Wer fördert, darf fordern!“ Deshalb will Erzieherin Anja Radloff (Foto li) endlich besser bezahlt werden. Und ihre Chefin Uta Mentzel-Dziedzitz (re) will Nachwuchs.

Erzieherinnen-Streik: Sie sind es wert!

„Wir sind es wert!“ steht auf den Demo-Schildern der streikenden Erzieherinnen. Mit ihrer historischen 10-Prozent-Forderung kämpfen sie nicht nur für sich. Denn bei diesem Streik geht es um alle sogenannten „Frauenberufe“. Die will auch Frauenministerin Schwesig „aufwerten“. Es wird Zeit.

Equal Pay Day: Rote Tasche & Bart!

Am Equal Pay Day mit der roten Tasche Gassi gehen! Denn die ist an diesem Tag ein Zeichen eures Protests gegen die ungleiche Bezahlung. Alternativ oder plus geht auch: ein Bart! Mit der Aktion #bartgeld will der Journalistinnenbund darauf aufmerksam machen, dass Deutschland zu den Schlusslichtern gehört in Sachen gleicher Bezahlung.

Wie wollt ihr gebären?

Die Hebammen haben 52.000 Unterschriften gesammelt und beim Petitionssauschuss eingereicht. Sie kämpfen um ihren Berufsstand. Hier meldet sich eine zu Wort. Dilara ist Hebammenschülerin, auch ihre Zukunft ist ungewiss. Und sie fragt werdende Mütter: Wie wollt ihr gebären, wenn unsere Unterstützung fehlt?

Proteste am Internationalen Hebammentag

Pünktlich zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai hat Bundesgesundheitsminister Gröhe Vorschläge gegen die Hebammen-Misere vorgelegt. Aber es scheint eine schwere Geburt mit der Hilfe für die Hebammen. Deshalb protestieren Geburtshelferinnen und ihre UnterstützerInnen im ganzen Land.

Hebammen vor dem Aus?

Die Situation der Hebammen spitzt sich weiter zu: Ab 2015 will auch die Nürnberger Versicherung sie nicht mehr haftpflichtversichern. Das Berufsaus für viele Frauen. Die Lage ist ohnehin fatal: In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Jahresbeiträge verzehnfacht, auf über 4.000 €. Bei einem Stundenlohn von 7,50 €.
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