Frauenproteste

Sie kämpfen für ihre Schwestern

Zahlreiche der Frauen, die – wie hier in Teheran – kurz nach der Machtergreifung Khomeinis 1979 gegen die Zwangsverschleierung demonstriert haben, sind tot, ermordet von den ­„Revolutions- wächtern“ oder zermürbt im Gefängnis. Manche konnten fliehen und leben seither im Exil. Und die Geschichte widerholt sich.

Manal al-Sharif: Abgefahren

Sie setzte sich in Saudi-Arabien trotz Fahrverbot einfach ans Steuer und startete die Kampagne „Women2Drive“. Heute lebt sie im australischen Exil.

Iran: Tech-Frauen fordern Solidarität!

Die protestierenden Iranerinnen bekommen Unterstützung von den „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“. Überraschend? Ganz und gar nicht! Bisher hält sich die Solidarität in Deutschland mit den "Mädchen der Revolutionsstraße" allerdings in Grenzen.

Warum Polinnen „Tante Barbara“ besuchen

Sie gehen zu Hunderttausenden auf die Straße. Sie müssen zu Tausenden ins Ausland, wenn sie abtreiben wollen. Eine Berliner Initiative hilft verzweifelten polnischen Frauen. 47 Jahre nach der Aktion "Wir haben abgetrieben!" steht allerdings auch in Deutschland das Recht auf Abtreibung wieder unter Beschuss.

Masih Alinejad: Sie war die Erste!

Als kleines Mädchen hat sie in ihrem Heimatdorf Ghomikola im Nordiran für die gleichen Rechte wie ihr Bruder gekämpft. Im Londoner Exil hat sie die Facebook-Initiative gestartet, die seit 2014 als Plattform der Proteste von Iranerinnen gilt: „My Stealthy Freedom“. Die Rede ist von Masih Alinejad. EMMA hat mit ihr gesprochen.

Wohin steuert Saudi-Arabien?

Hier Reformen, da Verhaftungen. Die Signale aus dem Golfstaat sind mehr als widersprüchlich. Ist Mohammed bin Salman ein „Modernisierer?“ Denn während der Kronprinz in den USA noch ankündigte, die Frauenrechte stärken zu wollen, werden ausgerechnet die Frauenrechtlerinnen verhaftet, die für seine Reformen gekämpft haben.
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