Gewalt gegen Frauen

Filmtipp: Unter aller Augen - Zeugnisse der Gewalt

"Frauen, die von Männern geschlagen werden, haben es verdient" - diese Meinung vertreten immer noch zu viele Männer. Von der Gewalt gegen Frauen in Afrika, Asien oder Europa erzählt der Dokumentarfilm "Unter aller Augen" von Regisseurin Claudia Schmid. Der NDR strahlt den Film heute um Mitternacht aus.

Frau W. und Nesrin in Chemnitz

Die EMMA-Reporterin Annika Ross ist von Leipzig nach Chemnitz gefahren. Dort hat sie Frauen auf der Straße befragt. Denen sollten wir alle öfter zuhören. Es gibt in Chemnitz nicht nur die hässlichen Nazis. Es gibt auch die empörten Bürgerinnen und Bürger. Sie fühlen sich im Stich gelassen. Von allen.

Happy Birthday, Madonna!

Madonna wird 60. Zeit, nochmal an die erstaunlich vielseitigen Phasen ihrer Karriere seit den 1980ern zu erinnern. Noch erstaunlicher ist die Rede, die Madonna am 9. Dezember 2016 anlässlich ihrer Ernennung zur "Women of the Year" gehalten hat. Die allerdings wird in den zahlreichen Würdigungen der Medien kaum erwähnt. Dabei ist es wohl die wichtigste Rede ihres Lebens. Hier der ganze Wortlaut.

„Ich habe den Tschador weggeworfen!“

Im Iran war sie in Lebensgefahr. Ihr Mann konnte den Häschern nicht entkommen, er wurde ­hingerichtet. Sie konnte fliehen. In Deutschland hat sie den Zentralrat der Ex-Muslime gegründet. Todesdrohungen bekommt sie noch immer. Mina fordert von Frauen im Westen Solidarität.

Mozn Hassan: "Ich gebe nicht auf!"

2016 erhielt sie den Alternativen Nobelpreis, jetzt soll sie Lebenslang ins Gefängnis. Die Rede ist von der Ägypterin Mozn Hassan. Ihr Vergehen: Feminismus. Seit über zehn Jahren kämpft sie mit ihrer Organisation "Nazra" gegen sexuelle Gewalt. Die Behörden werfen ihr nun "Gefährung der inneren Sicherheit" vor.

„Das passt nicht in die heile Welt!“

Nach dem Mord an Susanna F. fordert Islamforscherin Susanne Schröter: Wir dürfen das Problem mit patriarchal geprägten geflüchteten Männern nicht länger leugnen. Die Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam beklagt, dass die Linke immer noch nicht hinschaut – und die Gesellschaft keine Konzepte hat.
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