Herrscherin

Elisabeth Badinter über Maria Theresia

Maria Theresia war eine Frau der Superlative. Keine hat wie sie so gleichzeitig zur Macht gegriffen und das Leben einer Frau geführt. Was können wir aus ihrer Biografie lernen?, fragt die französische Feministin Elisabeth Badinter.

Palmyra - einst Metropole der Frauenmacht

Das war, als Zenobia von Palmyra (240-274) noch Weltherrscherin war. Seither ist sie für die Araberinnen DAS Symbol für Emanzipation. Und heute? Gerade wurde der 82-jährige ehemalige Antikendirektor des Weltkulturerbes vom IS geköpft. Und der Baalschamin-Tempel gesprengt.

Erzherzogin Maria Theresia

Sie war 40 Jahre an der Macht und regierte ihr Imperium mit starker Hand: nach außen wehrhaft und nach innen reformfähig. Ihr Sachverstand war so anerkannt wie ihre sozialen Talente, ihre Frömmigkeit sprichwörtlich. Sie errichtete eine "Keuschheitskommission", aber wehrte den Hexenprozessen. Marie Antoinette, die in Frankreich unterm Schafott starb, war ihre Tochter.

Königin Kristine von Schweden

Die schwedische Königin war in Reinkultur das, was die Psychologie heute eine „Vatertochter“ nennt. Sie wurde irrtümlich zunächst für einen Jungen gehalten, sodann vom Vater auch als Tochter respektiert und erzogen.

Queen Elisabeth I. von England

Sie war, geschlechterübergreifend, der bedeutendste Herrscher der Insel. Schillers Klischee von der prüden Jungfrau hatte nichts mit der Realität zu tun.

"Soldatin" Eleonore von Aquitanien

Sie war die einflussreichste Frau des Hochmittelalters, der Epoche der Minnesänger. Die Erinnerung an sie ist in den romanischen Ländern ­stärker als in Mittel- und Nordeuropa.
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