Israel

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Das Original - und die jüdische Variante

Wo sind Merkel & ihre Kolleginnen? Die israelische ultraorthodoxe Tageszeitung "Hamodia" ließ die Politikerinnen per Photoshop von der Bildfläche verschwinden. Die jüdisch-fundamentalistische Zeitung bildet grundsätzlich keine Frauen ab. Und so bestand plötzlich die erste Reihe des Pariser Soli-Marsches nur aus Männern.

Für Frauen ist dieser Platz verboten!

Das wollte die Jüdin Renee Rabinowitz, 81, in diesem Leben nicht nochmal hinnehmen. Auch wenn die Begründung diesmal nicht antisemitisch, sondern religiös war. Jetzt verklagt die Juristin die israelische Fluggesellschaft El Al. Die hatte die Frau genötigt, den Platz zu wechseln, weil ein orthodoxer Jude nicht neben einer Frau sitzen wollte.

„Wir leben hier bald wie die Frauen in Teheran"

Nicht nur die Muslime und die Christen haben Probleme mit ihren Fundamentalisten, die in erster Linie gegen Frauen mobilisieren. Auch die Juden in Israel geraten zunehmend in Bedrängnis. Doch die Frauen wehren sich gegen den zunehmenden Einfluss der Ultraorthodoxen, die Geschlechtertrennung in der Öffentlichkeit propagieren.

Gerechtigkeit für Renee Rabinowitz

Die 83-jährige Jüdin sollte sich im Flugzeug umsetzen, weil ein strenggläubiger Passagier nicht neben einer Frau sitzen wollte. Sie klagte. Mit Erfolg. Das Urteil dürfte eine Signalwirkung für ganz Israel haben: Denn dort versuchen Ultra-Orthodoxe schon lange, die Geschlechter-Apartheid durchzusetzen.

Israel: Knesset für Freierbestrafung!

Ein überparteiliches Frauenbündnis, darunter die Liberale Aliza Lavie, hat das Gesetz für ein Sexkaufverbot eingebracht. Die Zustimmung ist überwältigend. So hat das Bündnis Justizministerin Shaked unter Druck gesetzt, die verspricht zu handeln. Deutschland mit seiner Pro-Prostitutions-Haltung wird immer einsamer.

Nähen für den Ausstieg

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