Pille danach

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Pille danach: Keine Entwarnung

Mit Jahren Verspätung und nur weil eine EU-Regel dazu genötigt hat, hat Deutschland die Rezeptpflicht für die "Pille danach" aufgehoben. Mit skandalösen Sonderregeln. Schließlich müssen Frauen vor dem liederlichen Umgang mit der Pille bewahrt werden. Diese Aufgabe haben nun die Apotheker mit einem Fragenkatalog.

Zwingt EU Deutschland zur freien Pille danach?

CDU-Gesundheitsminister Gröhe hatte sich heftig gesträubt. Jetzt ordnet Brüssel an: Die freie Pille danach kommt! Doch so ganz ohne Bevormundung soll es nicht gehen. Minister Gröhe möchte, dass nun die ApothekerInnen die Frauen beim Pillen-Kauf „beraten“. Denn eines ist klar: Wir dummen Frauen können das nicht alleine.

„Pille danach“ völlig ungefährlich

Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte sind seit 1998 nur zwei Fälle bekannt, bei denen es nach Einnahme zu schweren Nebenwirkungen kam. Dabei war dies das Hauptargument von Minister Gröhe, um die rezeptfreie Abgabe vom Tisch zu fegen. Aber Fakten zählten bei dem Thema ohnehin noch nie.

Pascha: Hermann Gröhe, Gesundheitsminister

Pille danach, rezeptfrei? Nicht mit Hermann! Der gläubige Protestant (CDU) weiß, was Frauen brauchen: Eine starke Hand, die sie führt, wenn das Kondom platzt.

Lernen aus dem Pillen-Ping-Pong

Der Bundestag debattierte, mal wieder, zur "Pille danach", nachdem Gesundheitsminister Hermann Gröhe (Foto) sich unlängst gegen die empfohlene rezeptfreie Abgabe ausgesprochen hat. Die Debatte um die rezeptfreie Abgabe zeigt: Frauen wird nicht zugetraut, selbst verantwortungsvoll mit ihren Körpern umzugehen. Finden v.a. Männer.

Der Gipfel der Scheinheiligkeit!

Zwei katholische Krankenhäuser in Köln haben die Notfall-Betreuung einer vergewaltigten Frau abgewiesen - um nicht die „Pille danach“ verschreiben zu müssen. Ihr Argument, das verstoße gegen ihre Überzeugung, hat das Land erschüttert. So erschüttert, dass sich auch Kardinal Meisner persönlich entschuldigen musste.
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