Sexualstrafrecht

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Schweiz: Nur Ja heißt Ja!

Die Schweizerinnen kämpfen für ein neues Sexualstrafrecht. Jetzt hat die Frauenzentrale Zürich eine aufrüttelnde Kampagne gestartet. Denn in der Schweiz muss ein Täter immer noch den Widerstand des Opfers mit Gewalt überwinden, damit die Tat als Vergewaltigung gilt. Ein Nein reicht nicht.

Der Wille des Opfers zählt!

Nein heißt jetzt endlich Nein! Es ist ein historischer Moment. Alle 601 Abgeordneten stimmten dafür. Dank des Schulterschlusses der Politikerinnen von Union und SPD. Und auch "Grabschen" und Gruppengewalt sind von nun an strafbar. Nur die Grünen und Die Linke enthielten sich bei Letzterem. Warum?

Der Fall Assange: Ein Komplott?

Schweden nimmt die Ermittlungen gegen Julian Assange wieder auf. Und schon wieder kann offenbar nicht sein, was nicht sein darf: Der Wikileaks-Held ein Sexualstraftäter? Schon wieder strotzen die Medienberichte vor Ungenauigkeiten. Was die zwei mutmaßlichen Opfer des Wikileaks-Gründers damals wirklich ausgesagt haben, berichtete EMMA schon 2011, bevor Assange vor den schwedischen Strafverfolgungsbehörden in die ecuadorianische Botschaft flüchtete.

Bleiben vergewaltigte Frauen schutzlos?

Wenn heute das Kabinett die Reform des Sexualstrafrechts beschließt, werden etliche Gesetzeslücken bei Kinderpornografie und Missbrauch geschlossen. Eine jedoch bleibt. Zwar will Justizminister Maas künftig „Cyber-Grooming“ und „Rache-Pornos“ bestrafen. Aber was ist mit dem reformbedürftigen Vergewaltigungs-Paragrafen?

Sexualgewalt & Recht

Der dunkle Kern der Machtverhältnisse.

Petition: Nein heißt Nein, Herr Minister!

Justizminister Maas hat einen Gesetzentwurf zur Reform des Vergewaltigungs-Paragrafen 177 vorgelegt. Frauennotrufe und Frauenhäuser rufen zum Protest auf. Grund für die Online-Petition: „Ein Nein reicht auch nach der geplanten Reform immer noch nicht aus“, erklärt Strafrechtsprofessorin Tatjana Hörnle.
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