Zorniger Kaktus für Karriereberater

"Werden Sie zum Manager Ihres eigenen Erfolges", tönt es auf den Internetseiten der Karrierestrategen, einem Unternehmen aus Bruchsal, das Menschen aus der Arbeitslosigkeit herausholen und bei Bewerbungen beraten will. Stellt sich die Frage, welche "Karriere" sie für Frauen im Sinn haben ...? Terre des Femmes hat den Machern dieser "frauenfeindlichsten Werbung des Jahres" jetzt den "zornigen Kaktus" verliehen. 

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Kommentare

Hatte ebenfalls für diese Geschmacklosigkeit abgestimmt.
Für eine Jobvermittlung mit dem Hinterteil einer sich bückenden Frau mit der Hand zwischen ihren Beinen zu werben ist schon so ziemlich der Gipfel der Geschmacklosigkeit. Zu überbieten wäre das Ganze nur noch durch weglassen des Bikinihöschens. Aber viel schenkt sich das auch nicht mehr.

Das ist wirklich Werbung für eine Karriereberatung?! Das wirkt so unseriös... Wer hält so einen Laden denn für kompetent, bei dieser Art der Selbstbewerbung?

Profilfoto von Flatchy

Das Männermagazin bleibt sich treu :)

Die Werbung ist doch feministisch². Diese Werbung ist ein "Sommer special". Daher thematisch am Sommer arbeitsloser Menschen (hier Zielgruppe Frauen). Die Frau wird hier positiv hervorgehoben, da sie nicht als asozial oder faul dargestellt wird, sondern als aktiv, stark und optimistisch. Am Sand kann man erkennen, dass die Frau am Strand und nicht auf der Couch war, als sie ihre Tage füllen musste. Das zeigt eine lebensbejahende Grundhaltung, gerade gegenüber dem Klischee des faulen arbeitslosen Mannes, der Bier trinkend auf der Couch liegt. Sieht steht im Bild gerade auf und zeigt dem "faulen" Leben bzw. der Arbeitslosigkeit nochmal den Mittelfinger, was Zielstrebigkeit und Intelligenz suggerieren kann. Sie geht wohl zum kostenlosen "Bewerbungs-Check", wozu die Werbung also animieren soll. Scheinbar wird die Frau gerade Managerin ihres eigenen Erfolges. Es gibt sicherlich auch viele Hausfrauen, die sich davon angesprochen fühlen, was feministisch eine Form des "empowerment" ist.

Nur Menschen, die das Patriarchat verteidigen, könnten meiner Ansicht nach etwas gegen dieses Plakat haben. Eine Strategie wäre meiner Ansicht, die abgebildete Frau auf ihren Hintern zu reduzieren und dann zu behaupten, dass das sexistisch sei und man die Werbung daher verbieten müsse.

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