Försterin Anna-Maria Kamp

Ihr Revier ist Lindlar, im Bergischen Land. Foto: privat
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„Sie haben das Zimmer hinter der Küche. Wenn ich Sie mit Jungs erwische, fliegen Sie raus!“ Mit diesen Worten wurde Anna-Maria Kamp als 16-Jährige zum Beginn ihrer Forstwirtin-Ausbildung 1974 in der Eifel von ihrem Ausbildungsleiter begrüßt. Der Vater von zwölf Kindern fand, dass Frauen eigentlich nur in der Küche was zu suchen hätten. Noch dazu kam Anna-Maria aus einer Bauersfamilie und nicht aus einer Försterei wie die meisten in ihrer Klasse.

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Irgendwann war sie es leid. Sie knallte dem Ausbildungsleiter vor versammelter Mannschaft Artikel 3 des Grundgesetzes auf den Tisch: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Anna-Maria schloss als Beste ihres Jahrgangs die Ausbildung für den „gehobenen Forstdienst“ ab. Übrigens: Der Ausbildungsleiter, der ihr einst das Leben schwer gemacht hatte, wollte später als Waldbesitzer unbedingt von Anna-Maria betreut werden.

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