Im Kino: Nico, 1988

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Er sei wirklich sehr stolz, sagt der Radiomoderator, dass „Lou Reeds Femme Fatale“ in Manchester lebe. „Nennen sie mich nicht so!“, raunzt Christa Päffgen, die 1938 in Köln geboren ist. Wie es denn so war bei The Velvet Underground, will der Moderator nun wissen. Wie die meisten Menschen, denen die Musikerin auf ihrer Solo-Tournee durch Europa begegnet.

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Andy Warhols Muse. Das Supermodel. Die Affäre von dem. Das alles ist zu dem Zeitpunkt über zwei Jahrzehnte her und Päffgen – eindringlich gespielt von der Dänin Trine Dyrholm - quält es, dass sie bis heute nicht als die eigenständige Künstlerin wahrgenommen wird. Und dass sie als Mutter versagt hat. Ihren Schmerz betäubt sie mit Alkohol und Drogen.

Regisseurin Susanna Nicchiarelli zeigt eine Frau, die „im Leben schon ganz oben und ganz unten war.“ Christa Päffgen starb im Jahr 1988 im Alter von 49 Jahren bei einem Fahrradunfall auf Ibiza.

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