Islamismus ist immer homophob

Eine Tote, mindestens 16 Verletzte beim Attentat auf dem Berliner CSD. Nach dem ibanesischstämmigen 21-jährige Abdul B. wird gefahndet.
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Der Terroranschlag auf den Berliner CSD war nicht der erste Angriff dieser Art. Bereits im Oktober 2020 attackierte ein Syrer in Dresden ein schwules Paar mit einem Messer, ermordete einen der Männer und verletzte den anderen schwer. Im August 2022 beschimpfte ein aus Tschetschenien stammender Islamist auf dem CSD in Münster mehrere Frauen und  prügelte einen Transmann, der helfen wollte, zu Tode.

Doch es sind nicht nur IS-Anhänger, die eine Bedrohung für Menschen sind, die islamistischen Geschlechterrollen widersprechen. Die aggressive Ablehnung einer freien Sexualität und selbstbestimmter Lebensentwürfe geht weit in die muslimischen Communities hinein, wenn sie patriarchalisch-islamistische Vorstellungen kultivieren. Im November 2024 warnte die Berliner Polizeipräsidentin Homosexuelle vor bestimmten, von arabischen Muslimen bewohnten Stadtvierteln, und als ich im Jahr 2022 an der Goethe-Universität in Frankfurt eine Konferenz zum Thema "Queer im Islam" organisierte, protestierten islamische Hochschulgruppen, weil sie glaubten, ich würde damit den Islam zerstören.

Islamismus ist immer homophob, immer gegen sexuelle Minderheiten gerichtet und mit unseren Werten nicht vereinbar. Nicht ohne Grund gibt es in keinem einzigen islamisch geprägten Land CSD-Umzüge. So etwas gibt es im Nahen und Mittleren Osten nur in Israel, wohin Lesben, Schwule und Transpersonen aus den palästinensischen Gebieten fliehen. Dennoch entblöden sich westliche Linke nicht, mit Parolen wie "Queers for Palestine" an die Öffentlichkeit zu gehen. "Queers" würden in "Palestine" keine Stunde überleben.

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Doch das Problem sind nicht nur realitätsblinde Linke. Der mutmaßliche Attentäter war als islamistischer Gewalttäter polizeibekannt und saß bis vor kurzem noch in einer Strafanstalt. Man wusste, dass er ein Anhänger des IS war. Warum konnte er frei herumlaufen, warum war er überhaupt noch in Deutschland?

Seit zwei Jahrzehnten wird bei uns, von Kirchen, NGOs, linken Parteien, ja sogar bis in die Reihen der Union hinein, eine seltsame Toleranz gegenüber Gruppen gepflegt, die die stärkste Bedrohung der Freiheit sind, mit der wir in der Geschichte der Bundesrepublik jemals konfrontiert wurden.

Islamisten werden mit Preisen ausgezeichnet, man kooperiert mit ihnen, ignoriert extremistische Einstellungen und Verbindungen zum internationalen Dschihadismus, ja man entschuldigt islamistische Gewalt mit vermeintlichen Diskriminierungserfahrungen. Wir haben uns angewöhnt, an eine Täter-Opfer-Umkehr zu glauben und Islamismus-Kritik als "antimuslimischen Rassismus" zu bezeichnen.

Berlin hat 2026 offiziell einen "Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit" eingeführt und wird dabei Gruppen Steuergelder für ihre ideologischen Angriffe gegen unsere Gesellschaft zur Verfügung stellen, die wenigstens teilweise im Verdacht stehen, Islamisten zu sein. Wer so handelt, nimmt die Opfer islamistischer Attentate billigend in Kauf.

SUSANNE SCHRÖTER
 

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