Abtreibung, §218

Anzeige

Artikel zum Thema

Fundamentalisten attackieren Abtreibungsrecht!

Von Polen bis Amerika sind die Frauenrechte gefährdet. Und in Deutschland ist es auch nicht zum Besten bestellt. Überall hört die Politik mehr auf christliche Fundis als auf die Bevölkerung. In Polen sind es die Vatikan-treuen, in Amerika die Evangelikalen. Was für die islamischen Fundamentalisten das Verhüllungsgebot, ist für die christlichen das Abtreibungsverbot. Ein Kommentar von Alice Schwarzer.

Tausende beim „Safe Abortion Day“

Mit 120 Aktionen in 50 Städten demonstrierten Frauen gestern für das Recht auf sichere Abtreibung. In München kam es allerdings zum Eklat. Dort untersagte die Landesregierung Oberbayern der SPD-Stadtspitze, das Rathaus lila anzuleuchten. Oberbürgermeister Reiter will dagegen klagen.

Flensburg: Klinik streicht Abtreibungen

Ein von der katholischen und evangelischen Kirche getragenes Krankenhaus streicht Abtreibungen. FrauenärztInnen, PolitikerInnen und BürgerInnen laufen Sturm. In einer Petition fordern sie eine „medizinische Grundversorgung unabhängig von Glaubensgrundsätzen“. Die Klinik wird mit Millionen Euro vom Land finanziert.

Marokkanerinnen auf den Barrikaden

Nachdem die Journalistin Hajar Raissouni wegen Abtreibung verurteilt wurde, gingen Tausende Marokkanerinnen auf die Straße. Und taten etwas Unerhörtes. 48 Jahren nach den berühmten Manifesten in Frankreich und Deutschland, erklärten nun auch in Marokko 490 Frauen öffentlich: "Ich habe abgetrieben." Was tat der König?

Tausende gegen „Marsch für das Leben“!

Am 21. September marschieren christliche Fundamentalisten wieder gegen das Recht auf Abtreibung. Das „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ ruft zur Gegendemo! Damit startet eine ganze Aktionswoche, die am 28.9. mit dem „Internationalen Tag für die Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen“ endet.

Abtreibung: Geschichten gesucht!

Die Ärztin Kristina Hänel kämpft weiter. Jetzt will sie „die unzähligen Frauen, die an illegalen Abtreibungen gestorben sind, sichtbar machen“. Dazu sucht sie „Geschichten, Namen, Daten“. Die will sie in einer Ausstellung zeigen. Denn: „Es sind die Geschichten hinter den Zahlen, die uns mitfühlen lassen.“
Mehr zum Thema