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Prostituierten-Elend belastet Anwohner

Der Strich an der Kurfürstenstrasse ist bekannt für sehr junge Frauen. Und Zuhälter. Und Drogen. Jetzt wehren sich Anwohner gegen die unhaltbaren Zustände. Sie wollen ihren „Kurfürstenkiez" wiederhaben. Gegendemonstranten beschuldigen die genervten Familien der Spießigkeit. Sie werden vom Senat gefördert.

"Guck ma, unsre Bärbel!"

Sie kann schweißen, sie fährt Motorrad, sie spielt Fußball. Und jetzt ist die Frau aus dem Ruhrpott nicht nur neue Arbeits- und Sozialministerin, sondern soll auch Co-Chefin der SPD werden. Chantal Louis war mit der gebürtigen Duisburgerin unterwegs in ihrer Heimatstadt, passenderweise am Internationalen Frauentag.

„Keine Frau sollte schweigen müssen!“

Preisträgerin Virginia Wangare Greiner klärt mit ihrem Frankfurter Verein „Maisha“ Frauen, MedizinerInnen und Hebammen über Genitalverstümmelung auf. Seit 1996 vermittelt die Deutsch-Kenianerin mit ihrem ehrenamtlichen Team genitalverstümmelten Frauen Hilfe und versucht, Mädchen zu schützen. Hier ihre Dankesrede.

„Diese Mädchen sind hier bei euch!“

Laudatorin Waris Dirie forderte in einer ergreifenden Rede alle dazu auf, nicht länger wegzuschauen und das „Verbrechen“ der Genitalverstümmelung „endlich abzuschaffen“. Das ehemalige Topmodel, das als Fünfjährige in ihrer Heimat Somalia selbst Opfer des Verbrechens wurde, kämpft mit ihrer „Desert Flower Foundation“ unermüdlich.

„Es ist unser gemeinsamer Kampf!“

Alice Schwarzer erinnert in ihrer Rede beim HeldinnenAward daran, wie Feministinnen, die gegen Genitalverstümmelung kämpften, in „fortschrittlichen“ Kreisen als „elitäre, weiße Europäerinnen“ diffamiert wurden, die sich nicht in die afrikanischen „Traditionen“ einmischen sollten. Schwarzer appelliert: „Wir sind alle mehr denn je gefordert!“

„Es ist immer noch ein Tabuthema!“

Laudator Prof. Jürgen Wilhelm, Vorstandsmitglied der Alice-Schwarzer-Stiftung, würdigte die Aufklärungsarbeit von Virginia Wangare Greiner zu einem Thema, über das man auch in Deutschland nicht spricht. Und in einem Umfeld, in dem die Deutsch-Kenianerin doppelt betroffen ist: von Sexismus und Rassismus.
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