Der Fall Kachelmann

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Der Fall Kachelmann: Die Opfer schlagen zurück!

Das böse Wort von der „Opferindustrie“ stammt aus der Propaganda Kachelmanns. Der Prozess geht weiter. Diesmal gegen alle Frauen. Aber die sind endlich erwacht und wehren sich. Es war eine Deutschland-Premiere: Als Jörg Kachelmann am 30. Oktober das Landgericht Frankfurt betreten wollte, musste er auf seinem Weg

Kachelmann unterliegt Schwarzer

Das Nachdenken über den Zusammenhang „Von Wedel bis Kachelmann“ ist rechtens, urteilte das Landgericht Düsseldorf. Es fand nicht, dass EMMA sich vorschreiben lassen müsse, über welche Urteile in der Causa Kachelmann sie berichtet. Das Gericht vermochte „keine bewusst unvollständige Berichterstattung zu erkennen.“

Kachelmann verliert gegen Schwarzer

Kachelmann hat die Journalisten, die über seinen Prozess berichtet haben, mit vielen Klagen überzogen. Manchmal gewinnt er, oft nicht. Wer berichtet über letzteres? Das Oberlandesgericht Köln hat eine wichtige Entscheidung getroffen: Bei Prozessen über Sexualverbrechen darf das Intimleben des Angeklagten thematisiert werden.

Ein Sieg der Pressefreiheit!

Jörg Kachelmann hatte erneut – und zum wiederholten Mal – versucht, EMMA einen Maulkorb zu verpassen. Das Gericht hat seine Klage abgewiesen. Das Urteil ist ein Paradigmenwechsel. Die drei RichterInnen in Düsseldorf berufen sich auf eine „legitime Meinungsäußerung“ in Zeiten von Vorverurteilungen und #MeToo.

Claudia Dinkel erhält Recht

Nach dem Urteil – Freispruch aus "Mangel an Beweisen" - erklärte Kachelmann seine Ex-Freundin zur „Lügnerin“. Die wehrte sich. Und er verklagte sie. Nach zwei Niederlagen an Kölner Gerichten erklärte jetzt das Verfassungsgericht, D. habe das Recht gehabt, auch ihre Version der Nacht öffentlich zu machen.

Über die Würde des (weiblichen) Menschen

Alice Schwarzer über den Fall Gina-Lisa Lohfink und die Fragen, die sich aus dem Umgang mit dem mutmaßlichen Opfer für alle Frauen ergeben. Noch nicht einmal jede 100. Vergewaltigung führt in Deutschland auch zur Verurteilung des Täters. Aber warum gerade in Berlin noch seltener?
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