Walpurgisnacht: Frauen erobern sich die Nacht zurück!

Hexen -
gestern und heute

In den 1970ern waren sie wieder angesagt: die Hexen. So wurden die neuen Feministinnen gerne tituliert. Das war zwar nicht immer angenehm, aber wenigstens nicht lebensgefährlich wie in früheren Jahrhunderten. Da wurden unbequeme Frauen auch zu Hexen erklärt - und verbrannt oder ertränkt. Millionenfach.

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7 Klischees über Feministinnen

Frauenbewegung? Feministinnen? Sind das nicht die, die ihre BHs verbrannt haben? Sind das nicht alles Männerhasserinnen und Lesben? SIE haben doch die Emanzipation wirklich nicht nötig! Oder?! Hier ein paar kluge Antworten auf die schlimmsten Klischees über den Feminismus.

Was wäre Harry ohne Hermine?

Die Azubi-Hexe Hermine hat lange Vorderzähne, struppige braune Haare, eine durchdringende Stimme und einen messerscharfen Verstand. Aber wenn es drauf ankommt, kann sie durchaus gekonnt lügen und auch mal gegen eherne Schulregeln verstoßen, um ihren Freunden Harry und Ron zur Seite zu stehen.

Frauen und Katzen

Die Frauen und die Katzen - eine uralte Geschichte. Im alten Ägypten waren sie noch Göttinnen (die Katzen). Sie werden geliebt oder gehasst. Diktatoren sind sie ein Graus. Und in manchen Zeiten genügte schon die Tatsache, dass eine Frau eine Katze besaß, um sie als Hexe anzuklagen und auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.

Alice Schwarzer: Wir modernen Hexen

1988 schrieb Alice Schwarzer in EMMA über die modernen Hexen, aus gutem Grund: Ihr Ehrentitel lautete: "Die Hexe mit dem stechenden Blick." Hexen allüberall in den frauenbewegten 80er Jahren: von den Feministinnen bis hin zur (vermeintlichen) Kindsmörderin Monika Weimar, "die ahl Hex".

Was hinter der Hexenjagd stand

1977 berichtet EMMA erstmals über die historische Hexenverfolgung, die über fünf Jahrhunderte Millionen Frauen das Leben kostete. Warum? Natürlich hatte es was mit Macht, Geld und Widerstand (der Frauen) zu tun. Und nicht zufällig wurden die neuen Feministinnen Hexen genannt.

Der FrauenMediaTurm

Der FrauenMediaTurm (FMT) ist ein Informationszentrum zur Geschichte der Emanzipation, ein Hort des lebendigen Gedächtnisses. Ohne Geschichte keine Zukunft. Die Bestände sind digital erschlossen und auf mehreren Wegen recherchierbar.