Iranerinnen

Sie kämpfen für ihre Schwestern

Zahlreiche der Frauen, die – wie hier in Teheran – kurz nach der Machtergreifung Khomeinis 1979 gegen die Zwangsverschleierung demonstriert haben, sind tot, ermordet von den ­„Revolutions- wächtern“ oder zermürbt im Gefängnis. Manche konnten fliehen und leben seither im Exil. Und die Geschichte widerholt sich.

Hourvash Pourkian „Mein Leben war wunderschön!“

Die Revolution hat sie als junge Frau aus der Ferne erlebt, im Hamburger Exil. Und konnte kaum fassen, dass ­damals sogar IranerInnen in Europa in weiten Teilen hinter Khomeini und seinen Mullahs standen. Heute will sie alle Iranerinnen im Exil vernetzen. Hourvash erzählt.

Parastou Forouhar: „Ich kämpfe um die Ehre meiner Eltern!“

Ihre Eltern Dariush und Parwaneh Forouhar waren bekannte Oppositionelle im Iran. Am 21. November 1998 wurden sie ermordet. Seither fährt ­Parastou Forouhar, 56, einmal im Jahr in den Iran und fordert Gerechtigkeit. Nicht nur für ihre Eltern.

Mojdeh Noorzad: „Ich habe Nein gesagt!“

Nein zum iranischen Regime. Die Apothekerin Mojdeh lebt seit 34 Jahren in Köln. Als politische Aktivistin wurde sie im Iran verfolgt. Bis heute kämpft sie für die Rechte der Iranerinnen, unter anderem bei der Initiative „HennaMond“ und dem internationalen Netzwerk „Iran Women Solidarity“.

„Ich habe den Tschador weggeworfen!“

Im Iran war sie in Lebensgefahr. Ihr Mann konnte den Häschern nicht entkommen, er wurde ­hingerichtet. Sie konnte fliehen. In Deutschland hat sie den Zentralrat der Ex-Muslime gegründet. Todesdrohungen bekommt sie noch immer. Mina fordert von Frauen im Westen Solidarität.

Iran: Tech-Frauen fordern Solidarität!

Die protestierenden Iranerinnen bekommen Unterstützung von den „Frauen in Naturwissenschaft und Technik“. Überraschend? Ganz und gar nicht! Bisher hält sich die Solidarität in Deutschland mit den "Mädchen der Revolutionsstraße" allerdings in Grenzen.
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