Iranerinnen

Nachricht von Nasrin

Diesen Brief hat Nasrin Sotoudeh im Evin-Gefängnis geschrieben. Er wurde im März auf Farsi auf ihrer Facebookseite veröffentlicht. Die Anklagen gegen sie: „Verschwörung zur Gefährdung der Nationalen Sicherheit“ und "Förderung der Prostitution." Nasrin: "Ich habe nichts anderes getan, als meiner Arbeit nachzugehen."

Empört in Teheran!

Bei ihrer Reise in den Iran hat Anna selbst erlebt, was Kopftuchzwang für Frauen bedeutet. Sie zeigte Solidarität und machte es wie die Aktivistinnen des „White Wednesday“: Ganz in weiß gekleidet legte sie mitten in Teheran ihr Kopftuch ab.

Sie kämpfen für ihre Schwestern

Zahlreiche der Frauen, die – wie hier in Teheran – kurz nach der Machtergreifung Khomeinis 1979 gegen die Zwangsverschleierung demonstriert haben, sind tot, ermordet von den ­„Revolutions- wächtern“ oder zermürbt im Gefängnis. Manche konnten fliehen und leben seither im Exil. Und die Geschichte widerholt sich.

Hourvash Pourkian „Mein Leben war wunderschön!“

Die Revolution hat sie als junge Frau aus der Ferne erlebt, im Hamburger Exil. Und konnte kaum fassen, dass ­damals sogar IranerInnen in Europa in weiten Teilen hinter Khomeini und seinen Mullahs standen. Heute will sie alle Iranerinnen im Exil vernetzen. Hourvash erzählt.

Parastou Forouhar: „Ich kämpfe um die Ehre meiner Eltern!“

Ihre Eltern Dariush und Parwaneh Forouhar waren bekannte Oppositionelle im Iran. Am 21. November 1998 wurden sie ermordet. Seither fährt ­Parastou Forouhar, 56, einmal im Jahr in den Iran und fordert Gerechtigkeit. Nicht nur für ihre Eltern.

Mojdeh Noorzad: „Ich habe Nein gesagt!“

Nein zum iranischen Regime. Die Apothekerin Mojdeh lebt seit 34 Jahren in Köln. Als politische Aktivistin wurde sie im Iran verfolgt. Bis heute kämpft sie für die Rechte der Iranerinnen, unter anderem bei der Initiative „HennaMond“ und dem internationalen Netzwerk „Iran Women Solidarity“.
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