Justiz

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Falschaussage

Die Netflix-Serie „Unbelievable“ erzählt das Martyrium einer vergewaltigten jungen Frau, die wegen Falschaussage verurteilt wurde. Die Geschichte ist unglaublich – aber wahr.

„Wir sind Rechtsstaat“: Zweck verfehlt?

Mit einem Offenen Brief an Justizministerin Lambrecht protestieren Luise Pusch und Helke Sander gegen die Kampagne des Ministeriums. Was kritisieren sie? Besonders ein Motiv sehe „über die Realität großzügist hinweg“, erklären sie. Und warum taucht ausgerechnet das „schrecklichste Problemfeld“ gar nicht auf?

Italien: Zu hässlich zum Vergewaltigen?

Die Frau war „zu männlich“ und zu hässlich, um vergewaltigt zu werden. Mit diesem Argument haben Richterinnen zwei Männer freigesprochen und folgten der Verteidigung der Täter. In den sozialen Netwerken und vor Ort gehen Frauen auf die Barrikaden. Das Justizministerium in Rom will das Urteil nun überprüfen.

Und die Opfer von Frauenmörder Honka?

Die einfühlsame Nachsicht von Medien und Justiz mit dem sadistischen Frauenmörder war schon 1976 ein Skandal, erinnert sich Alice Schwarzer. Jetzt geht es weiter. Auf der Berlinale posierte Fatih Akin für seinen Honka-Film auf dem roten Teppich. Und auch Schriftsteller Strunk hatte eine Faszination für seinen Romanhelden.

Polnische Richterin darf bleiben!

Polens Oberste Richterin klagte gegen ihre „Zwangspensionierung“ durch die reaktionäre Regierung. Der Europäische Gerichtshof gibt ihr jetzt Recht. Malgorzata Gersdorf wehrte sich mutig gegen den Versuch, unliebsame Richter zu schassen. Dafür wird sie als Jeanne d’Arc gefeiert. EMMA hat sie porträtiert.

Weinstein: Anklage wegen Menschenhandel

Es sieht nicht gut aus für Harvey Weinstein. Zu den bereits bestehenden Klagen kommt nun noch eine hinzu: wegen Menschenhandel. Staatsanwalt Vance hatte zunächst verhindern wollen, dass Weinstein überhaupt angeklagt wird. Auch die Zulassung dieser Klage dauerte fast ein Jahr.
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