Jetzt im Kino: American Sweatshop

Content-Cleanerin Daisy auf der Jagd nach dem Täter.
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Unfälle, Hardcore-Pornos, Hinrichtungen, Kindesmissbrauch – all der Horror aus den dunkelsten Abgründen des World Wide Web findet sich in den Videos, die Daisy und ihre KollegInnen sich anschauen müssen, mindestens 20 Sekunden lang. Dann entscheiden sie als sogenannte Content-Cleaner für einen Tech-Konzern, was gelöscht werden soll – und was gerade noch so den Regeln entspricht.

Die pausenlose Gewalt – die im Film nur angedeutet wird, aber trotzdem Schockmomente hinterlässt – sickert in ihre Leben. Eines Tages flimmert der eine Clip zuviel über Daisys Monitor: Diesen Täter, der eine Frau foltert, will sie zur Rechenschaft ziehen!

Hilfe bei der Polizei findet sie nicht: Die bezweifelt in Zeiten von Deepfakes die Echtheit des Videos. Daisy wird von der Zuschauerin zur Handelnden. Und zur Täterin?

Diese Frage stellt die aus Leverkusen stammende Kamerafrau und Serien-Regisseurin Uta Briesewitz (u. a. für „Orange is the new black“). Ihr Spielfilmdebüt ist ein hochaktueller Thriller über Frauenhass im Netz und die Frage nach Verantwortung in der digitalen Welt. American Sweatshop läuft ab 30. April im Kino

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