Pascha: Der Pornokonsument

Lieber Pornokonsument, was reden wir uns seit 37 Jahren den Mund fusselig. Nicht nur ├╝ber die W├╝rde der Frau. Sondern auch ├╝ber dich ganz pers├Ânlich! Dass Pornos abh├Ąngig machen. Dass dein Begehren immer starrer und armseliger wird. Dass du beim Sex mit deiner Freundin keinen mehr hochkriegst. Aber das h├Ąlt dich nicht davon ab, Deutschland zum Pornoweltmeister zu machen. Nirgendwo sonst werden so viele Pornoseiten aufgerufen wie hierzulande. Bis jetzt. Denn es gibt Neuigkeiten. Porno-Gucker haben laut Max-Planck-Institut kleinere Gehirne! Je mehr Pornos du guckst, desto kleiner sind Teile deines Gro├čhirns, genauer: deines Belohnungssystems. Die Wissenschaftler wissen allerdings noch nicht, wie rum die Sache l├Ąuft. Ob du Pornos guckst, weil du bl├Âd bist ÔÇô oder ob du bl├Âd ┬şgeworden bist, weil du Pornos guckst.┬á

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Kommentare

Hallo zusammen,

ich habe da Fragen an den/die/das Verfasser.I.n des Artikels:

Es ist doch hoffentlich bekannt, dass Frauen im Schnitt zwar kleinere Hirne als M├Ąnner haben, dies aber dennoch nichts ├╝ber die Denkleistungen der M├Ądels aussagt - das habt ihr doch noch im Hinterk├Âpfchen, oder? Warum sollte es beim Mann also anders sein? Gibt es Beweise?

[Nur so am Rande: "Auf EMMAonline kann sich jede und jeder einmischen. Wir freuen uns ├╝ber eine rege und kontroverse Diskussion."]

Da bin ich aber mal m├Ąchtig gespannt, ob eine Diskussion zustande kommt.

ein kleiner beitrag, der einen erhebliche teil der bev├Âlkerung absichtlich und gehessig ins l├Ącherliche zieht. nehmen wir mal die pornokonsumenten, die wirklich s├╝chtig sind. das sind Menshcen mit einer krankheit, die anscheinend einen degeneration von Hirnmasse zu bef├╝rchten haben. respektlos ist es diese menschen ├╝ber diesen artikel so zu behandeln.
was macht pornografie denn mit den gehirnen von frauen? 20% der frauen schauen pornos. im verh├Ąltnis zu den m├Ąnnern zu klein um studien zu starten

@Bambi: die Hirne sind kleiner, weil der Nucleus Caudatus schrumpft, der f├╝r die Reizverarbeitung zust├Ąndig ist. Also hier schwindet wirkliche Qualit├Ąt. Die Studie wurde in der FAZ nochmal genau erkl├Ąrt: Das Schrumpfen des Caudatus bedeutet, dass die Leute immer abgestumpfter werden. Kein Wunder, dass man bei vielen M├Ąnnern h├Ârt, dass sie eine "Karriere" von absoluten Vanilla-Filmen hin zu den bizarrsten, gewalt├Ątigsten Filmen gemacht haben. Und weil auch Frauen irgendwann sichtbar (!) abstumpfen, denen die Gewalt in den Filmen angetan wird, wir dann nach j├╝ngeren Frauen bis Kindern gesucht. Der sexuelle Reiz, der aus "Dem├╝tigung macht an" entsteht, braucht immer neue extreme, wenn man ihn immer exzessiv ausleben kann. Das ist eine der gr├Â├čten Problematiken der Internet-Porno-Welt. Dass viele bei Kinderpornos landen, die von ihrer Orientierung ├╝berhaupt nicht p├Ądophil sind (Gail Dines - Interviewstudie)

@Noah: Ich kann mir vorstellen, dass Pornos bei Frauen genau dasselbe machen.

Pornos sind der Elefant im Wohnzimmer der Gesellschaft. (Fast) alle gucken sie. M├╝ssen wir deswegen aufh├Âren dar├╝ber zu diskutieren? Es ist nicht einfach, heute ├╝ber das "Ist es gut" von Pornos zu diskutieren, weil viele Menschen erstmal aus ihrem gef├╝hlsm├Ą├čigen Reflex, das eigene vergangene Verhalten zu verteidigen, nicht rauskommen. Die besch├Ąftigen sich gar nicht mit Argumenten, sondern wollen nur unbedingt nicht schlecht finden, was sie die ganze Zeit machen.

So ein Detail, wie dass das Hirn kleiner wird, oder ein weiteres, dass Studien seit Jahren rausfinden, dass die Einstellungen zu Frauen ganz extrem schlechter werden durch Pornokonsum (und zwar schon nach kurzer Zeit), sind Fakten, die zur Diskussion beitragen. Ich denke, es wird sich entwickeln wie bei anderen Sucht-Themen. Auch beim Rauchen wurde immer mehr aufgekl├Ąrt und heute finde die Leute Rauchen wieder uncool. Aber ein Raucher ist selbst oft so im Verdr├Ąngungsmodus, dass er jede unbequeme Studie als Angriff empfindet.

die armen, s├╝chtigen Pornokonsumenten...ach kommt...nur ein kleiner Teil ist diesbez├╝glich wirklich suchtkrank in einem pathologischen Sinn, die allermeisten WOLLEN einfach nicht aufh├Âren und lassen es so weit kommen, bis sich keinerlei Kopfkino mehr entwickeln kann.

wir m├╝ssen ganz viel und ausf├╝hrlich ├╝ber pornos diskutieren. man kann gar nicht genug dar├╝ber reden, weil der pornokonsum ein gro├čes problem f├╝r unsere gesellschaft bedeutet und ein riesengro├čes werden k├Ânnte und wahrscheinlich wird.
um zu veranschaulichen wasich meinte zitiere ich eine satz:
"Ob du Pornos guckst, weil du bl├Âd bist ÔÇô oder ob du bl├Âd ┬şgeworden bist, weil du Pornos guckst."
So sollte man nicht mit menschen umgehen. ├╝bersetzen wir das bl├Âd mal sinngem├Ą├č in verlust von Hirnmasse. dann setzen wir voraus, dass Hirnmasse nicht soo schnell und einfach fl├Âten geht und wahrscheinlch eine sucht vorliegt. ich sehe dann einen suchtkranken menschen. den w├╝rde ich nicht mit so einem letzten satz verunglimpfen.
mir tun menschen leid, die aufgrund fehlender andere belohnungsmechanismen immer tiefer in eine sucht reinschlittern, egal ob drogen, porno, gl├╝cksspiel oder sonstiges.

ich empfinde es als ebenfalls gro├čes gesellschaftliches problem, dass psychiatrische krankheiten gerne mal nicht ernst genommen und psychisch kranke menschen bel├Ąchelt und veralbert werden.
gr├╝├če

2. Wie schon erw├Ąhnt; die Gr├Âsse des Gehirns sagt rein gar nichts ├╝ber die kognitive Leistungsf├Ąhigkeit aus und schon gar nicht die Gr├Âsse vereinzelter Teile davon. Und die Annahme, die Gr├Âsse des "Belohnungszentrums" (ich mag diese Bezeichnung nicht, weil sie irref├╝hrend ist) sage irgend etwas ├╝ber Intelligenz aus, ist v├Âllig abwegig. Und wenn man das doch behauptet, w├Ąre die logische Konsequenz aus diesem Argumentationsmuster, dass Frauen im Schnitt "bl├Âder" sind als M├Ąnner (von all den anderen F├Ąllen von Menschen mit Hirnl├Ąsionen, morphologischen Ver├Ąnderungen auf Grund von St├Ârung und / oder Krankheit, die man mit solchen Aussagen aufs ├╝belste herabw├╝rdigt, mal abgesehen).
Sorry, aber dieser Text ist in jeder Hinsicht einfach nur un├╝berlegt, hetzerisch und tiefstes BILD-Niveau...

Die Emma fragt nach der "W├╝rde der Frau".
Die "W├╝rde" findet SIE nat├╝rlich in der "Unterwerfung" (siehe "Shades of grey"). Irgendwie ist es sch├Ân ein Mann zu sein. Aber wie ist das f├╝r die Frauen?
Was mich schon immer interessiert hat und ich nie zu fragen wagte: Wie wirkt es eigentlich auf sehr junge Frauen, wenn sie das erste Mal erfahren, dass von M├Ąnner und f├╝r M├Ąnner tausende von dem├╝tigender Gewaltpornos bereitgestellt werden? Erschreckend? Einsch├╝chternd? Wird das verdr├Ąngt? Oder haben junge Frauen eine Tendenz dem dann auch nachzukommen? (Gesellschaftlicher Druck, Vorgefertigte Bilder im Kopf usw.). Oder ist frau es bereits aus dem Fernsehen so gewohnt, dass sich der Schrecken in Grenzen h├Ąlt?

Als ich versehentlich die ersten schwulen Gewaltpornos gesehen habe, waren die gefesselten und geknebelten M├Ąnner f├╝r mich jedenfalls ein eindr├╝ckliches Erlebnis, welches meine Zuneigung zu schwulen M├Ąnnern nicht gerade gef├Ârdert hat.
Wenn ich mir vorstelle, die gesamte Gesellschaft propagiert nun, dass ganz allgemein M├Ąnner so behandelt werden und ihre "Befreiung" in der Unterwerfung erleben d├╝rfen (und ├╝berall B├╝cher mit sich unterwerfenden M├Ąnnern verkauft werden), dann w├Ąre das f├╝r mich zumindest ein gewaltiger Schrecken. Fr├Ągt sich, wie das f├╝r Frauen ist, die sich gesellschaftlich bedingt dem aber (im Gegensatz zu mir als Mann) nicht entziehen k├Ânnen.

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