Todesmutige Kasha

Kasha und Mit-Aktivist Tomlinson bei der CSD-Parade 2012 in Uganda.
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Wäre damals nicht Hillary Clinton zufällig im Land gewesen und hätte sich für sie eingesetzt, säße die 33-jährige Homosexuellen-Aktivistin und Gründerin der Organisation FARUG vermutlich noch immer hinter Gittern. Oder schlimmer.

Im Januar 2011 war ihr Mitstreiter David Kato ermordet worden, nachdem eine ugandische Zeitung Namen und Adressen von 100 homosexuellen Männern und Frauen veröffentlicht und aufgerufen hatte: „Hang them!“

Für ihren todesmutigen Kampf um Homorechte ist Kasha mit dem Nürnberger Menschenrechtspreis ausgezeichnet worden. In ihrer Rede auf der Verleihung sagte sie: "Menschenrechte sind kein Geschenke, die einer Gesellschaft gemacht werden. Man muss verstehen, dass es angeborene Rechte sind, die uns als Menschen grundlegend definieren. Erst einmal bin ich Mensch, dann bin ich Lesbe, und dass sollten die, die mich unterdrücken, nicht missverstehen!"

In ihrer Heimat wurde Kasha schon oft zusammengeschlagen und mit Vergewaltigung bedroht. Es seien vor allem die religiösen Fundamentalisten, allen voran die aus den USA finanzierten Evangelikalen, die „den Hass auf Homosexuelle schüren“, klagt sie.

Aber sie lässt sich nicht einschüchtern. Kasha kämpft weiter.

www.faruganda.org,
Doku auf DVD: www.callmekuchu.com

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