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USA: Frauen waren zweite Wahl

Susan B. Anthony und Frederick Douglass kämpften zunächst noch Seite an Seite.
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Am 5. November 1872, dem Tag der Präsidentschaftswahlen, wirft Susan B. Anthony ihren Stimmzettel in die Wahlurne eines Wahllokals in Rochester, ihrem Wohnort am Lake Ontario. Zwei Wochen später, am 18. November, wird sie verhaftet. Genau das war ihr Plan gewesen. Genauer gesagt: Es war ihr Plan B.

Natürlich wusste Amerikas bekannteste Kämpferin für das Frauenwahlrecht, dass sie als weiblicher Bürger gar nicht wählen durfte. Dieses urdemokratische Recht hatten – auch fast 100 Jahre nach Gründung der Vereinigten Staaten – nach wie vor nur Männer.

Dennoch hatte Anthony sich, wie rund 50 weitere Frauen in Rochester, am 1. November für die Wahl registrieren lassen. Eigentlich hatte sie erwartet, bei der Registrierung abgewiesen zu werden. Susan B. Anthonys Plan A war gewesen, gegen diese Abweisung vors Bundesgericht zu ziehen. Zu ihrer Überraschung hatte man sie aber tatsächlich in die Wählerliste eingetragen. Also trat nun Plan B in Kraft.

Als am 18. November der Deputy Marshal in ihr Haus kommt, um sie zu verhaften, besteht Anthony darauf, dass man ihr Handschellen anlegt. Die Möglichkeit, eine Kaution von 500 Dollar zu hinterlegen, lehnt sie ab. Susan B. Anthony will es spektakulär, denn sie will eine maximale Öffentlichkeit. Amerikas Suffragette Nr. 1 im Gefängnis, das gibt Schlagzeilen. Anthony wird allerdings bis zum Prozess auf freien Fuß gesetzt und nutzt die Zeit bis zur Gerichtsverhandlung für einen PR-Feldzug: In 29 Städten hält sie eine flammende Rede für das Frauenwahlrecht. Titel: „Is it a Crime for a U.S. Citizen to Vote?“ Die Rede wird in zahlreichen Zeitungen abgedruckt.

Auch den Prozess, in dem Anthony zu einer Geldstrafe von 1.000 Dollar verurteilt wird, nutzt die Angeklagte, um ihrerseits das Gericht anzuklagen, „meine Rechte niederzutrampeln“. Sie werde hier nach Gesetzen verurteilt, „die von Männern gemacht sind, von Männern interpretiert werden, Männern zugutekommen und sich gegen Frauen richten“. Sämtliche Versuche des Richters, die Angeklagte zu unterbrechen, scheitern, Anthony redet einfach immer weiter. Und erklärt am Ende: „Ich werde niemals einen einzigen Dollar Ihrer ungerechten Strafe bezahlen!“

Dass Susan B. Anthony bei der Präsidentschaftswahl 1872 mit der ihr eigenen Chuzpe eine neue Eskalationsstufe im Kampf für das Frauenwahlrecht gezündet hat, war keine Überraschung. Die Lehrerin und Quäkertochter kämpft mit ihren Mitstreiterinnen zu diesem Zeitpunkt schon seit einem Vierteljahrhundert um das Wahlrecht auch für Bürgerinnen.

Der Startschuss für diesen Kampf war am 20. Juli 1848 gefallen – in Seneca Falls, einem kleinen Städtchen im Staat New York, nur etwa 50 Kilometer von Rochester entfernt. Hier versammelten sich zwei Tage lang rund 300 Frauen – und einige Dutzend solidarische Männer – zum ersten Frauenrechtskongress der USA.

Organisiert hatten die Versammlung Elizabeth Cady Stanton und Lucretia Mott, die ebenfalls beide aus Quäkerfamilien stammten. Die christliche und zutiefst pazifistische Glaubensgemeinschaft setzte sich schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts gegen die Sklaverei ein, denn sie glaubte an die Gleichheit aller Menschen, folglich auch an die Gleichberechtigung der Frau.

Ursprünglich hatten sich auch Cady Stanton und Mott für die Abschaffung der Sklaverei engagiert. Doch als sie im Frühling 1840 zur World Anti-Slavery Convention nach London reisten, wurden sie als weibliche Delegierte kurzerhand ausgeschlossen. Sie durften auf der Konferenz weder reden, noch abstimmen und wurden in einen separaten Bereich verbannt, weil man, so hieß es, den Kampf gegen die Sklaverei „nicht schwächen“ wolle. Dies war der Moment, in dem die beiden Abolitionistinnen beschlossen, dass es nun an der Zeit sei, „wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um das Unrecht in der Gesellschaft im Allgemeinen und das gegen Frauen im Besonderen zu beseitigen“.

Elizabeth Cady Stanton hatte als Tochter eines Richters schon früh in den Gesetzesbüchern ihres Vaters gestöbert und dabei feststellen müssen, dass diese Gesetze Frauen mehr Rechte nahmen als gaben. Vor allem verheiratete Frauen verloren mit der Eheschließung nahezu alle bürgerlichen Rechte. Von nun an hatte sie: keinen Besitz, kein Einkommen, keinen Beruf, kein Sorgerecht für ihre Kinder. Als Elizabeth Cady im Jahr 1840 ihren Mann Henry Stanton heiratete, einen Rechtsanwalt und engagierten Kämpfer gegen die Sklaverei, weigerte sie sich demonstrativ, die übliche Formulierung „I promise to obey“ zu sprechen. „Ich will niemandem gehorchen, mit dem ich eine gleichberechtigte Beziehung eingehe“, erklärte sie.

Für die Frauenversammlung in Seneca Falls formuliert Elizabeth Cady Stanton die „Declaration of Sentiments“. Deren erster Satz lautet: „Die Geschichte der Menschheit ist eine Folge von wiederholten Ungerechtigkeiten und Übergriffen von Seiten des Mannes gegenüber der Frau, mit der klaren Absicht, eine absolute Tyrannei über sie zu errichten.“ Sodann folgen 17 Punkte, die erläutern, worin diese Tyrannei besteht. Punkt 1: „Er hat ihr niemals erlaubt, das unveräußerliche Recht zu wählen auszuüben.“

Nicht zufällig hatte die Juristentochter Cady Stanton ihre Formulierungen so gewählt, dass die Parallelen zwischen der Entrechtung der Sklaven und der Entrechtung der Frauen deutlich werden sollten.

Über die „Declaration of Sentiments“ wurde heftig debattiert. Vor allem ging es um die Frage, ob man es tatsächlich wagen solle, das Wahlrecht für Frauen in die Liste der Forderungen aufzunehmen. Das erschien so mancher Teilnehmerin zu verwegen. Und es war ausgerechnet ein Mann, der entschieden dafür plädierte, dieses scheinbar noch so ferne Ziel wagemutig ins Auge zu fassen: Frederick Douglass.

Douglass war Schriftsteller, einer der bekanntesten Aktivisten gegen die Sklaverei – und schwarz. Im Alter von 20 Jahren war der ehemalige Sklave aus Maryland, an der Grenze zwischen Nord- und Südstaaten, nach New York geflohen. Seither kämpfte er für die Abschaffung der Sklaverei – und für Frauenrechte. Sein Motto: „Haltet keinen Mann wegen seiner Hautfarbe von der Wahlurne fern – und keine Frau wegen ihres Geschlechts!“

Nicht zuletzt aufgrund des beherzten Eintretens von Frederick Douglass für das Frauenwahlrecht werden am 20. Juli 1848 68 Frauen und 32 Männer die „Declaration of Sentiments“ feierlich unterzeichnen. Die Versammlung von Seneca Falls gilt heute als Startschuss für die Historische Frauenbewegung der USA.

Drei Jahre später wird auch Susan B. Anthony, die in Seneca Falls noch nicht dabei war, die Bekanntschaft von Frederick Douglass machen. Die weiße Frauenrechtlerin, die mit ihrer „Women’s Loyal National League“ 400.000 Unterschriften für die Abschaffung der Sklaverei gesammelt hatte, und der schwarze Abolitionist, der sich für die Rechte der Frauen stark macht, werden sich später gemeinsam in der „American Equal Rights Association“ (AERA) engagieren. Die 1866 gegründete Organisation setzt sich „für gleiche Rechte, insbesondere das Wahlrecht, für alle amerikanischen Bürger ein, ungeachtet der Rasse, Hautfarbe oder des Geschlechts“. Doch der Schulterschluss zwischen den KampfgefährtInnen Susan B. Anthony und Frederick Douglass wird bald auf eine harte Probe gestellt werden.

Als der Bürgerkrieg 1865 mit dem Sieg der Nordstaaten zu Ende gegangen und die Sklaverei abgeschafft ist, geht es in Sachen Wahlrecht voran. Die Republikaner – die damals stärker im Norden vertreten sind und für die Rechte von Schwarzen eintreten – sehen nun eine reelle Chance, das Wahlrecht für Schwarze per Verfassungszusatz durchzubekommen. Allerdings nur für die schwarzen Männer. Würde man das Stimmrecht für schwarze Männer mit dem für schwarze und weiße Frauen verknüpfen, so die Befürchtung, riskiere man, dass keines von beiden durchkäme. Also soll der 15. Verfassungszusatz lauten: „Das Recht der Bürger der Vereinigten Staaten zu wählen, darf nicht aufgrund der Rasse, Hautfarbe oder aufgrund eines vormaligen Dienstverhältnisses verweigert oder beschränkt werden.“ Und das Geschlecht? Kein Thema.

Susan B. Anthony und Elizabeth Cady Stanton, inzwischen ein kampferprobtes Duo, sind außer sich. Sie weigern sich, den 15. Verfassungszusatz zu unterstützen. Doch die republikanischen Parteimänner bügeln die Frauen ab. Jetzt sei nun mal, so verkünden sie, „the Negro’s Hour“ – die „Stunde des Negers“.

Und auch der schwarze Frauenrechtler Douglass schlägt plötzlich andere Töne an. Auf einer Versammlung der „American Equal Rights Association“ am 12. Mai 1869 erklärt er seinen bisherigen Kampfgefährtinnen, warum diese zwar weiter für das Wahlrecht der schwarzen Männer kämpfen, das Wahlrecht für Frauen jedoch zunächst hintenan stellen sollen: „Ihr Frauen habt Repräsentanten“, sagt er. „Eure Brüder, eure Ehemänner und eure Väter stimmen für euch, aber die schwarze Frau hat keinen Ehemann, der für sie stimmen kann.“ Und er fügt hinzu: „Wenn Frauen, nur weil sie Frauen sind, durch die Straßen von New York und New Orleans gejagt, wenn sie aus ihren Häusern gezerrt und an Laternenpfählen aufgeknüpft werden, wenn sie befürchten müssen, dass ihr Häuser niedergebrannt werden, dann werden sie es ebenso nötig haben wie wir, das Wahlrecht zu erlangen“, erklärt Douglass.

Susan B. Anthony kontert: „Wenn uns Mr. Douglass heute erklärt, dass die Lage des schwarzen Mannes gegenwärtig so bedrohlich ist, dann sage ich ihm: So empörendes Unrecht die schwarzen Männer durch dieses abscheuliche und gemeine Vorurteil gegen ihre Hautfarbe erleiden mögen, würde er doch bei allem, was ihm angetan wird, nicht sein Geschlecht und seine Hautfarbe hier und heute gegen das Geschlecht und die Hautfarbe von Elizabeth Cady Stanton eintauschen wollen.“

Eine, die das Geschlecht von Elizabeth Cady Stanton und die Hautfarbe von Frederick Douglass hat, ist Sojourner Truth. Die ehemalige Sklavin und Wanderpredigerin ist eine der bekanntesten Kämpferinnen für die Rechte der Schwarzen und der Frauen. Ihre Rede „And Ain’t I a Woman?“ (Und bin ich etwa keine Frau?), in der sie ihre Diskriminierung als Schwarze und Frau anprangerte, ist bis heute berühmt.

Susan B. Anthony hatte Sojourner Truth 1867 in die „American Equal Rights Association“ eingeführt. Jetzt ist auch die in Rage: „Es gibt einen großen Aufruhr darüber, dass farbige Männer ihre Rechte bekommen sollen, aber nicht ein Wort über die farbigen Frauen“, sagt sie und prophezeit: „Und wenn farbige Männer ihre Rechte bekommen und farbige Frauen nicht, werdet ihr sehen, dass die farbigen Männer die Herren über die Frauen sein werden – und es wird genauso schlecht sein wie vorher.“

Der Disput endet damit, dass die Frauen sich wütend und enttäuscht aus der „American Equal Rights Association“ verabschieden, die sich bald darauf auflöst. Die Frauen spalten sich in zwei Organisationen: Die „American Women Suffrage Association“ (AWSA) und die „National Woman Suffrage Association“ (NWSA). Die AWSA lässt auch männliche Mitglieder zu und verfolgt die Strategie, zunächst den 15. Verfassungszusatz zu unterstützen, um dann im zweiten Schritt für das Frauenwahlrecht zu kämpfen. Die NWSA von Susan B. Anthony und Elizabeth Cady Stanton hingegen will – ausschließlich mit Frauen – gegen den 15. Verfassungszusatz und für das Frauenwahlrecht kämpfen.

Am 3. Februar 1870 tritt der 15. Verfassungszusatz in Kraft. Weiße und schwarze Männer haben nun das Wahlrecht. Die Frauen, schwarze wie weiße, werden noch ein halbes Jahrhundert darauf warten müssen.

1890 vereinigen sich AWSA und NWSA, um mit vereinten Kräften weiterzukämpfen. Die aus der Fusion entstandene „National American Woman Suffrage Association“ (NAWSA) unter dem Vorsitz von Susan B. Anthony will das Frauenwahlrecht erreichen, indem sie Referenden in den einzelnen Bundesstaaten abhält und so schrittweise zum Ziel kommt. Diese Strategie hat allerdings zur Folge, dass die NAWSA nur wenige schwarze Frauen aufnimmt, um die Mitglieder aus den Südstaaten nicht zu verlieren, in denen immer noch strikte Rassentrennung herrscht. Die ausgeschlossenen schwarzen Frauen gründen eigene Stimmrechtsvereine.

1910 stößt eine Frau zur Bewegung, die enormen Schwung in die Sache bringt: Alice Paul. Die junge Frau, deren Mutter bereits in der NAWSA aktiv war und ihre Tochter schon als Kind mit zu deren Versammlungen genommen hatte, hatte drei Jahre lang in Birmingham Sozialarbeit studiert. Dort war sie bei den englischen Suffragetten in die Lehre gegangen und importierte nun deren ebenso rabiaten wie öffentlichkeitswirksamen Kampfmethoden in die USA.

Am 3. März 1913 organisiert Alice Paul eine großartig choreografierte Frauen-Parade durch Washington. Zu Beginn der „Woman Suffrage Procession“ reitet eine Suffragette auf einem Schimmel, ihr folgt ein Wagen mit einem riesigen Schild: „Wir fordern einen Verfassungszusatz zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der den Frauen dieses Landes das Wahlrecht gibt.“ Es folgen 24 Motivwagen, neun Blaskapellen und Tausende Frauen. Auch schwarze Gruppen wie die „National Association of Coloured Women“ sind dabei.

Doch erst der Erste Weltkrieg bringt schließlich den entscheidenden Schub. Den Frauen, die an der Heimatfront die Jobs der Männer übernommen haben, ist nicht mehr zu vermitteln, dass sie wie Männer arbeiten, aber nicht wie Männer wählen sollen. Hinzu kommt, dass inzwischen Kanada und England, aber auch Russland und Skandinavien, Deutschland und Österreich das Frauenwahlrecht eingeführt haben. In den USA sind es 1918 erst 16 Bundesstaaten.
Alice Paul und ihre Gefährtinnen belagern das Weiße Haus und setzen Präsident Woodrow Wilson mit Plakaten wie diesen unter Druck: „Wir, die Frauen Amerikas, sagen Ihnen, dass Amerika keine Demokratie ist. Zwanzig Millionen amerikanischen Frauen wird das Wahlrecht verweigert.“

Am 21. Mai 1919 stimmte das Repräsentantenhaus schließlich für den 19. Verfassungszusatz. Der lautet: „Das Wahlrecht der Bürger der Vereinigten Staaten darf von den Vereinigten Staaten oder einem Einzelstaat nicht auf Grund des Geschlechts versagt oder beschränkt werden.“

Kurz darauf stimmte auch der Senat zu, doch nun mussten noch drei Viertel der Bundesstaaten Ja zum Frauenwahlrecht sagen. Die NAWSA agitierte unermüdlich weiter. Am 18. August 1920 war es soweit: Mit Tennessee votierte der 36. Bundesstaat für das Frauenstimmrecht. Der 19. Verfassungszusatz war nun gültig.

Am 2. November 1920, vor genau 100 Jahren, konnten amerikanische Frauen erstmals ihren Präsidenten wählen.

Susan B. Anthony hat diesen großen Moment nicht mehr erlebt. Sie starb 1906, vier Jahre nach ihrer Kampfgefährtin Elizabeth Cady Stanton, im Alter von 86 Jahren. Alle vier Jahre pilgern nach jeder Präsidentschaftswahl Hunderte Frauen zu ihrem Grab in Rochester und bekleben es mit „I voted today“-Stickern. In diesem November, im Jahr ihres 200. Geburtstags, werden es vermutlich noch mehr sein.

Übrigens hat Donald Trump die für ihre „Wahlerschleichung“ im Jahr 1872 zu 1.000 Dollar Geldstrafe verurteilte Susan B. Anthony kürzlich begnadigt. Er fand das eine „coole Idee“. Der Schuss ging allerdings nach hinten los. „Sie hätte diese Begnadigung auf keinen Fall gewollt“, erklärte Deborah Hughes, die Präsidentin des „National Susan B. Anthony Museums“ in Rochester. Denn: „Wenn du begnadigt wirst, heißt das, dass du etwas falsch gemacht hast.“ Susan B. Anthony war sich aber sicher, an diesem 5. November 1872 alles richtig gemacht zu haben. Ihr Motto lautete: „Failure is impossible“ – Scheitern ist unmöglich.

CHANTAL LOUIS

PS: Zwar hatten ab 1920 nun alle Schwarzen, Männer wie Frauen, das Wahlrecht, de facto wurden sie aber immer wieder am Wählen gehindert: durch rohe Gewalt, aber auch durch willkürliche Bestimmungen. Mal wurden AnalphabetInnen von der Wahl ausgeschlossen, mal mussten WählerInnen „Wissenstests“ absolvieren. Erst 1965 erreichte die Bürgerrechtsbewegung mit ihren Märschen von Selma nach Montgomery den „Voting Rights Act“, der solche Willkür weitgehend verbot. Bis heute gibt es aber rechtliche Schlupflöcher, die auch bei den bevorstehenden US-Wahlen genutzt werden, um schwarze WählerInnen von den Wahlurnen fernzuhalten. Zum Beispiel, indem Wahllokale in überwiegend von Schwarzen bewohnten Vierteln in entferntere Bezirke verlegt werden.
 

 

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