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Golden Girls: Federica Pellegrini

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2002, EM im Schwimmen in Berlin: Die 14-jährige Federica schaut im Fernsehen das legendäre 200-Meter-FreistilFinale von Franziska van Almsick. Weltrekord, das Publikum in der Halle rastet aus. Deutschland hat einen neuen Schwimm-Star. Ab da steht für die junge Venezianerin fest: Das will ich auch! Nur fünf Jahre später bricht sie den Rekord ihres Kindheitsidols.

Die 31-Jährige wird in Italien verehrt wie keine Sportlerin vor ihr. Olympisches Silber 2004, Gold 2008, sechsfache Weltmeisterin im Freistil, Weltrekorde. „La Pellegrini“ ist die „Königin des Kraulens“ – und sie macht Schwimmen zur Frauensache. „Wir Frauen werden unterschätzt, weil unsere Kultur uns das vorlebt“, flucht sie in Interviews. In Italien gibt es keine einzige Profisportlerin. Den Verbandsrichtlinien zufolge können nur Männer in bestimmten Sportarten Profis werden – und richtig Geld verdienen. Zusammen mit weiteren Sportlerinnen kämpft Pellegrini in der Athletinnenvereinigung „Assist“ nun für ein Gesetz, das das ändert. Und sie bricht ein weiteres Tabu: Sie spricht offen über die Menstruation. „Alles wird im Sport reguliert, optimiert, aber die Menstruation ist ein Tabu. Es gibt nicht einmal Studien dazu. Der Zyklus passt nicht zum Mythos Sportler.“

Federica Pellegrini ist ein Role Model geworden. In Tokio wollte sie eigentlich ihre Karriere beenden. „Mit Gold natürlich“, sagt La Pellegrini, „womit denn sonst?!“ Nun macht sie weiter.

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