EMMA 1/2019 - Dossier: Simone de Beauvoir

Frauen auf der Flucht

Warum nur malen Millionen Frauen Einhörner aus? Fragt sich Annika Ross, die dem neuen Trend zum Malbuch einigermaßen ratlos gegenübersteht. Liebe Frauen, sagt Ross, die Kinderrolle ist doch schon besetzt: von den richtigen Kindern.

Nur Mut, ihr Mädchen!

Ohne „Pippi Langstrumpf“, die „Fünf Freunde“ oder „Black Beauty“ hätte so manches Mädchen weniger Grund zum Träumen gehabt. Wer waren die Autorinnen? Denn ihre Heldinnen tragen deutlich autobiografische Züge. Und sie gestehen Mädchen Selbstbewusstsein und Abenteuerlust zu. EMMA stellt drei von ihnen vor.

Hexenjagd in Papua-Neuguinea

Betty hat überlebt, weil sie unter der Folter "gestanden" hat. Viele "Sanguma" überleben nicht. In Papua-Neuguinea werden immer noch - und neuerdings zunehmend - "Hexen" verbrannt. Bettina Flitner war da. Sie hat fotografiert und aufgeschrieben, was sie erlebt hat.

Juchacz: Rede an das Volk!

Heute vor 100 Jahren trat das erste Mal eine Frau ans Rednerpult der Weimarer Nationalversammlung. Die Rede ist von der Abgeordneten Marie Juchacz (Foto), eine von 37 Frauen im Parlament der neuen Republik. Die Herren brachen in Gelächter aus. Die Damen hatten viel vor.

"Ihr habt mich radikalisiert!"

Alice Schwarzer über ihre Begegnungen mit Beauvoir und deren "Bekehrung" zum Feminismus: Wie aus der distanzierten Theoretikerin eine bekennende Feministin wurde. Die Pariser Intellektuelle brach aus der Enge des Bürgertums aus und stürmte hinein in die Welt. Sie wollte alles sein: Objekt und Subjekt, Frau und Mann, Mensch.

"Ich bin begabt zum Glück"

Sie war eine Kämpferin. Eigensinnig, extrem, widersprüchlich - "eine radikale Person mit entsprechenden Krisen". Julie Augras über Beauvoirs Entschlossenheit.

"Ich bin da. Mein Herz schlägt."

War Sartre der Schöpfer des Existentialismus - wie Simone de Beauvoir selbst einmal behauptete? Beauvoir-Forscherin Margaret Simons sagt: Nein. Beauvoir war es. In deren handgeschriebenem Tagebuch von 1927 finden sich bereits die zentralen Fragen und Positionen dieser Philosophie. Aber was inspirierte sie zum „Anderen Geschlecht“?

"Simone de Beauvoir fehlt mir sehr."

Am 9. Januar wäre Simone de Beauvoir 111 Jahre alt geworden. Hier erzählen ihre Adoptivtochter Sylvie und Alice Schwarzer, wie übermütig Simone nicht nur im Denken, sondern auch im Handeln war. In EMMA beleuchten auch Forscherinnen den Stand von Beauvoirs Werk aus dem heute. Und siehe da: Sie wäre auch heute wieder an der Spitze eines wirklich radikalen Denkens.

70 Jahre "Das andere Geschlecht"

Simone de Beauvoirs Theorie von der grundsätzlichen Gleichheit der Menschen, der Universalismus, ist heute notwendiger denn je - und bedrohter denn je. Das Denken des Differenzialismus und Intersektionalismus spaltet die Menschen in x Identitäten auf und bedroht das universalistische Denken.

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