Köln - Die Horror-Nacht

Was haben die Grünen gegen Güner Balci?

Sie ist die neue Integrationsbeauftragte von Neukölln. Die Sozialarbeiterin und Filmemacherin ist qualifiziert für den Job. Warum protestieren Grüne und Linke? Weil Güner Balci eine scharfe Kritikerin der reaktionären Islamverbände ist und gegen Geschlechterapartheid und Parallelgesellschaften kämpft.

Köln: Eine Demo, viele Fragen

In Köln haben rund 300 Menschen gegen sexuelle Gewalt demonstriert. Der eigentliche Anlass, die Übergriffe auf Frauen an Silvester, kam dabei etwas kurz. Dürfen Frauen nicht „nur“ gegen sexuelle Gewalt protestieren, ohne sich zu entschuldigen? Das fragten sich auch Zuhörerinnen der Kundgebung auf der Domplatte.

Silvester: Und die Gefühle der Opfer?!

Anabel Schunke will sich nicht von Männern vor anderen Männern beschützen lassen. Sie will sich alleine und frei in Deutschland bewegen können. Das Model spricht über die Gefühle von Opfern und potenziellen Opfern: Und sie findet, die "jungen Feministinnen" haben sich ad absurdum geführt.

"Der Islam ist nicht mein Thema"

Das Interview im NDR zeigt das Ausmaß des Aneinandervorbeiredens: Schwarzer redet von Islamismus, der Interviewer versteht nur Islam. Und ist "schockiert".

Silvester: Der zensierte Beitrag

Sie hat Arabistik studiert und 20 Jahre in Islam-Ländern gelebt. Ihr von der „Bundeszentrale für politische Bildung“ bestellter Beitrag wurde abgelehnt. Warum? Hier ist der Text von Hannah Wettig im Original. Reaktion: Die Qualitätskriterien seien nicht erfüllt. Und: Nachbessern zwecklos. EMMA sieht das anders.

Die Kanzlerin hat gesprochen

Es hat ein wenig gedauert. Sieben Tage nach der Horror-Nacht in Köln (und drei Tage nach deren bundesweitem Bekanntwerden) meldete sich Merkel. Und sie ist nicht die einzige Spitzenpolitikerin, die strenge Maßnahmen fordert. Auch Vizekanzler Gabriel (SPD) wurde energisch.

Österreich: „Die Wahrheit ist uns zumutbar“

Friedliches Salzburg… aber nicht immer: In der Silvesternacht attackierten auch dort „dunkelhäutige Männergruppen“ die Frauen. Ganz ähnlich wie in Köln. Doch auch in Österreich soll über die „Herkunft“ der Täter nicht geredet werden. Finden zumindest Linke und Liberale. Dafür reden Rechte umso mehr darüber.

"Die Polizei war selber Opfer"

Der "Kölner Stadtanzeiger" recherchierte auch selber täglich an der Front. Was war für ihn an Alice Schwarzers Buch DER SCHOCK also neu? Ist es richtig, wie Bassam Tibi in dem Buch schreibt, dass die Täter von Köln nicht nur Frauen erniedrigen, sondern auch deren Männer demütigen wollten?

Unimag: In der Redaktion mit Alice Schwarzer

Sie ist Blattmacherin, Publizistin und aktive Feministin: Alice Schwarzer. Im Interview mit dem österreichischen StudentInnenmagazin unimag erzählt sie über ihr Studium, die Kölner Silvesternacht und die „Willkommenskultur“.

Die Täter abschieben? Fehlanzeige!

Lautstark fordern PolitikerInnen, die Täter der Kölner Horror-Nacht abzuschieben. Das Problem: „Frauen angrapschen“ ist in Deutschland gar kein Straftatbestand. Denn nicht nur die Täter von Köln, Hamburg und anderswo sind zutiefst sexistisch – auch das deutsche Strafgesetzbuch nimmt sexuelle Gewalt nicht ernst.

Bornheim: „Ich muss die Opfer schützen!“

Nach dem Schwimmbad-Verbot für männliche Flüchtlinge hagelte es Kritik. Sozialdezernent Markus Schnapka erklärt, warum er es wieder aussprechen würde. „Ich wollte einen Dialog mit den Flüchtlingen“, sagt der Politiker (Grüne) im Gespräch mit EMMA. Kritik sei übrigens nur von Deutschen gekommen.

«Per lo stupro di Colonia nessuno straniero pagherà»

Sollten wir Kopftuch und Kreuz verbieten? Und gehört der Islam zu Deutschland? Fragt die italienische Tageszeitung Libero Quotidiano. Alice Schwarzer im Gespräch mit Daniel Mosseri.
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