Die ersten Computer

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Im Jahr 1944 machte das Gerücht über ein Geheimprojekt der Armee die Runde: der „Electronic Numerical Integrator and Computer“, kurz ENIAC. Er sollte als erster elektronischer Universalrechner in die Geschichte eingehen. Der ENIAC hatte mit dem, was wir heute Computer nennen, wenig zu tun. Er nahm eine ganze Etage ein, wog fast 30 Tonnen und bestand aus 40 einzelnen Komponenten; verbunden durch ein Wirrwar von Kabeln, die für jede neue Berechnung umgesteckt wurden.

ENIAC musste also bedient werden. Den Männern schien das zu langweilig. Sie wählten sechs Frauen aus dem bewährten Rechnerinnen-Team, die die Maschine sozusagen programmieren sollten. Programmieren war damals also noch Frauensache. Es gab keine Anleitung. Das heißt, die ENIAC-Frauen brachten sich die Bedienungen selbst bei. Niemand kannte den Rechner so gut wie sie.

Der kolossale Universalrechner war allerdings erst nach dem Krieg vollständig einsatzfähig. Bloß: Als die Armee am 14. September 1946 ihre Supermaschine das erste Mal der Öffentlichkeit präsentierte, waren die ENIAC-Programmiererinnen nicht eingeladen. Später schnitt das US-Militär die Frauen aus Fotos einfach heraus. Die Frauen protestierten, aber da war es schon zu spät. Ihre so wesentliche Rolle war ausgelöscht.

Erst Mitte der 1980er Jahre entdeckte Kathy Kleiman, die damals noch Informatik in Harvard studierte, die Frauen wieder und machte ihre entscheidende Rolle für die Computertechnologie öffentlich.

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Serie: Hallo Zukunft!

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Liebe Leserinnen (und liebe Leser)! Herzlich Willkommen im Jahr 2016! Wir wollen ja nicht drängen, aber wie sieht es eigentlich mit den guten Vorsätzen aus? Diese rituellen Ansprüche an sich selbst, die irgendwann wieder in Vergessenheit geraten, aber jede und jeden spätestens so um Weihnachten herum beschleichen. Ein paar Kilo abnehmen. Endlich mehr Sport treiben. Die Oma bzw. die Eltern regelmäßiger besuchen. Oder: Eine Flüchtlingsfamilie aufnehmen bzw. unterstützen.

Klingt alles prima! Wir hätten allerdings noch einen weiteren Vorschlag: Sich ausgiebig mit der digitalen Zukunft vertraut machen! Denn wer gerade damit beschäftigt ist, missliebige Geschenke wieder in Pakete zu packen, um sie an Amazon oder Zalando zurückzuschicken; wer mit einem Knopfdruck das neue iPad installiert; wer googelt, wann die Mülllabfuhr die Weihnachtsbäume abholt; oder seit Tagen schon Telefonnummern und Geburtstage von dem alten Handyknochen auf das neue Smartphone überträgt, steckt ja schon knietief drin in der so genannten „digitalen Revolution“. Die wird zukünftig noch stärker verändern, wie wir leben und auch wie wir arbeiten.

Welche Rolle spielen wir Frauen?

Die Frage ist nur: Welche Rolle spielen wir Frauen dabei? Sind wir einfach nur Konsumentinnen – oder gestalten wir diese Zukunft aktiv mit?

Hier kommt die gute Nachricht: Es gibt noch nicht genug, aber doch einige Frauen, die diese Zukunft schon jetzt aktiv gestalten - und das schon immer getan haben. Deshalb starten wir auf EMMAonline heute die Serie „Hallo Zukunft!“. Darin stellen wir Pionierinnen der Computertechnologie vor. Und Frauen, die ganz aktuell die Tech-Szene umkrempeln.

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