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Carla del Ponte, UNO-Sonderermittlerin in Syrien und frühere Chefanklägerin des Den Haager Menschenrechtshofes, erklärte im Schweizer Fernsehen, sie gehe davon aus, dass nicht Assad das Giftgas eingesetzt habe, sondern die so genannten "Rebellen" dafür verantwortlich seien.

Carla del Ponte, UNO-Sonderermittlerin in Syrien und frühere Chefanklägerin des Den Haager Menschenrechtshofes, erklärte im Schweizer Fernsehen, sie gehe davon aus, dass nicht Assad das Giftgas eingesetzt habe, sondern die so genannten "Rebellen" dafür verantwortlich seien. Del Ponte: "Gemäß unseren Ermittlungen liegen starke, wenn auch nicht unwiderlegbare Beweise dafür vor, dass die Seite der Opposition und nicht die Regierungstruppen Sarin eingesetzt hat."

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In der Tat tönt es wenig logisch, dass ausgerechnet Assad dafür verantwortlich sein soll. Denn schließlich droht ihm der Westen seit Monaten mit Interventionen für den Fall, dass Syriens Staatschef im Kampf gegen die Opposition Giftgas einsetzen sollte. Profitieren von einem solchen unmenschlichen Schlag würden nur die Gotteskrieger, die in Syrien schon lange die Macht bei den Aufständischen übernommen haben.
Auch darum wäre Europa gut beraten, Amerika vor einem Raketenbeschuss auf Syrien zu warnen. Und Deutschland bleibt hoffentlich bei dem Anti-Interventions-Kurs von Kanzlerin Merkel. 
EMMAonline 30.8.2013
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Prof. Reinhard Merkel: Syrien - und die Arroganz des Westens (EMMA 5/2013)

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