Islamismus

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Über ein Vierteljahrhundert war EMMA im deutschsprachigen Raum eine der wenigen, ja oft die einzige Stimme, die über die Agitation der Fundamentalisten weltweit und mitten in Deutschland berichtete. EMMA stand damit lange nicht nur allein, sondern wurde auch des „Rassismus“ beschuldigt, vor allem aus linken und KonvertitInnen-Kreisen. 

Die großen Etappen der EMMA-Berichterstattung sind: der Iran ab 1979, Frankreich mit der so genannten Schleieraffäre ab 1990, das Problem in Afghanistan ab 1990 (!), die „schwarzen Jahre“ in Algerien in den 90er Jahren: und das Problem „mitten unter uns“ ab 1993. Von EMMA entscheidend mit beeinflusste Debatten: die Affäre um den Friedenspreis des Buchhandels für die Islamisten-Freundin Annemarie Schimmel 1995, der Gang der afghanischen Kopftuch-Lehrerin Fereshta Ludin durch alle Instanzen ab 1997, die Trendwende in der Islamismus-Debatte und die ersten Kopftuchverbote ab 2004, die fragwürdige Rolle der KonvertitInnen ab Anfang der 90er.

Nach dem 2002 von Alice Schwarzer herausgegebenen Band „Die Gotteskrieger und die falsche Toleranz“ erschien im Herbst 2010 der viel diskutierte EMMA-KiWi-Band „Die große Verschleierung - für Integration, gegen Islamismus". 

Mit dem „arabischen Frühling“, der sich für die Frauen und die fortschrittlichen Kräfte schnell zum Winter verdunkelte, stehen nun die nordafrikanischen Länder auf der Kippe. Werden die islamistischen Kräfte in Libyen, Ägypten, Tunesien und Syrien die Oberhand gewinnen? 

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