Zwei konträre Meinungen

Konträre Meinungen: Navid Kermani (links) und Brigade General Erich Vad.
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Täglich erreichen EMMA weiterhin Stimmen zum Offenen Brief der 28, öffentliche wie private. Zwei finden wir besonders aufschlussreich. Da ist einmal Friedenspreisträger Navid Kermani. Er äußert sich in der WELT zum "Schwarzer-Brief": „Im Vergleich zur Bodenlosigkeit des Schwarzer-Briefes war die Entgegnung in der Form darauf nicht so niveaulos. Ich frage mich bis heute, wie Größen wie Alexander Kluge oder Gerhard Polt, den ich verehre, diesen ersten Brief unterzeichnen konnten (...). Mich bestürzt seine unglaubliche Selbstbezüglichkeit und Arroganz, der Mangel an Herzenswärme, an Empathie für die Opfer.“

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Und dann wäre da zweitens ein Brief von Brigade-General a. D. Erich Vad an Alice Schwarzer. Er schreibt: „Es liegt mir daran, Ihnen mitzuteilen, dass ich Ihre aufrichtige, gute und der Lage absolut gerecht werdende Positionierung im Hinblick auf den Ukrainekrieg sehr gut finde. Die Debatte ist wahrhaft nicht immer fair, stark emotionalisiert und immer weniger sachorientiert. Aber ich mach' einfach auf meiner Linie weiter nach dem Motto meines Großvaters: 'Tue Recht und scheue niemanden' - das war auch immer mein Motto in den langen Jahren im Bundeskanzleramt als Militärberater von Angela Merkel."

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