Girlsday - Töchtertag

Die Idee kam aus Amerika und EMMA griff sie freudig auf: Am 23. April gingen Millionen Mädchen in den USA statt zur Schule an die Arbeitsplätze ihrer Mütter und Väter (oder Tanten oder Onkel oder Nachbarn). Take Our Daughters To Work Day hieß die von dem feministischen Magazin Ms. initiierte Aktion. EMMA war begeistert, machte den GirlsDay zum TöchterTag und lancierte die Idee erstmals zum 27. April 2000 auch für Deutschland. Ziel: Die Mädchen, in deren Berufs-Top Ten die klassischen Frauenberufe immer noch ganz oben stehen – von der Friseurin bis zur Arzthelferin – endlich auch für andere Berufe zu interessieren, inclusive der so genannten „Männerberufe“. EMMA berichtete also nicht nur ausführlich über die Aktion, sondern informierte gleichzeitig gezielt LehrerInnen, PolitikerInnen und Gewerkschaften. Ein Jahr später, am 26. April 2001, machte Hamburg als erste Stadt die EMMA-Aktion TöchterTag zu ihrer Sache. Über 5.000 Mädchen strebten in die Chefetagen, Cockpits und Labore, 30 Unternehmen beteiligten sich, von der Telekom bis Tchibo.
Klar, dass EMMA-Reporterinnen dabei waren. Sie berichteten im Juli 2001 über acht Seiten vom TöchterTag. Die Sache zündete. Seit 2002 macht ganz Deutschland mit, vom Deutschen Gewerkschaftsbund bis zum Bundesverband der Deutschen Industrie. Der auf gut Deutsch so genannte GirlsDay ist längst zur festen Einrichtung geworden. Immer am letzten Donnerstag im April. Rund 9.000 Unternehmen, Unis und Politikerinnen und 120.000 Mädchen beteiligen sich daran. Seit April 2006 auch im Kanzlerinnenamt.
Zum Weiterlesen:
Arme Jungs (1/2008)
Erster Töchtertag in Hamburg (4/2001)
EMMA-Aktion Töchtertag (2/2001)
Nehmt die Töchter mit zur Arbeit! (2/2000)
Mehr Informationen, auch zum nächsten Girlsday, unter:
www.girls-day.de
Kampagne: „Girlsday”
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