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Golden Girls: Megan Rapinoe

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Dass da was Gewaltiges auf die Fußballwelt zurollt, zeigte sich schon 2011 in Deutschland, genauer gesagt im Mannheimer Rhein-Neckar-Stadion. Da spielte das US-Team gegen Kolumbien. In der 50. Spielminute schießt die 26-jährige Megan Rapinoe ihr erstes WM-Tor – rennt zum Stadionmikrofon und singt „Born in the USA“. Die Kolumbianerinnen, das Publikum, der Spielkommentator – alle sind baff. Das ist bis heute so geblieben, wenn Megan Rapinoe was zu sagen hat. Gegen Donald Trump zum Beispiel, den sie offen einen „Sexisten“ nennt, der „die Gesellschaft spaltet und das ganze Land mit Hass übersät“.

Wenn vor den Spielen der USA die Nationalhymne erklingt, bleiben ihre Lippen geschlossen. Bereits 2016 war sie die erste weiße Profisportlerin, die sich mit der Protestaktion des Football-Quarterbacks Colin Kaepernick solidarisierte. Um gegen Rassismus und die tolerierte Gewalt gegen Schwarze in den USA zu protestieren, weigerte sich Kaepernick, während der Nationalhymne zu stehen.

Die derzeit beste Fußballerin der Welt ist eine Vorkämpferin im Rechtsstreit der Fußballfrauen gegen den eigenen Verband. Die Spielerinnen fordern seit langem die mindestens gleiche Bezahlung wie die männlichen Nationalspieler. Die Frauen holten bereits vier WM-Titel und viermal Olympia-Gold, die Männer spielen unter „ferner liefen“. Rapinoe, radikale Feministin, offen lesbisch und mit einer Basketballerin liiert, Aktivistin der LGBTQ-Bewegung und personifizierter ziviler Ungehorsam, dominierte jedes internationale Turnier. Auf dem Platz – und daneben

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