Pascha: Christian Lindner, FDP-Chef

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Der Justizminister will sexistische Werbung verbieten. Das ist überfällig. Nicht nur Feministinnen fordern es seit 40 Jahren. Zwar liegt noch kein Gesetzesentwurf vor, aber einer protestierte schon mal: FDP-Chef Christian Lindner. „Heiko Maas geht den nächsten Schritt zum Nannystaat, der den Bürgern nichts zutraut und Verbraucher für unmündig hält“, erklärte der 38-Jährige vollmundig. „Seine Pläne zum Verbot von Nacktheit und sexualisierter Werbung sind an Spießigkeit kaum zu überbieten.“ Wem sexistische Werbung nicht passe, der solle „einfach nicht kaufen“, riet der smarte Liberale locker auf Facebook. Von der Macht der Bilder hat der Unternehmensberater aus Wermelskirchen anscheinend noch nie etwas gehört. Kein Wunder, dass nur rund jedes fünfte Mitglied seiner Partei weiblich ist. Und kein Wunder, dass der Mann mit einer Frau verheiratet ist, Dagmar Rosenfeld, die ihre journalistische Karriere (von der Rheinischen Post zur Zeit) mit rituellen Klagen „über den Schwarz-Weiß-Feminismus“ der „Großmeisterin Alice Schwarzer“ befeuert. Soll frau nicht für möglich halten, dass die FDP auf der Suche ist nach WählerInnen. Mit großem I.

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Pascha des Monats

Pascha: Roger Köppel

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Aus der Schweiz erreicht EMMA immer wieder mal das flehentliche Anliegen, doch endlich Roger Köppel zum Pascha zu machen. Aber wie soll das gehen? Der Pascha ist eine Glosse – dieser Mann aber ist schon real die reine Satire. Der in der Schweiz berühmte, ja berüchtigte Köppel ist Verleger und Chefredakteur der Weltwoche und war mal ein brillanter Journalist. Seit Oktober 2015 sitzt er für die rechtslastige Schweizerische Volkspartei im Nationalrat. Er will die Schweiz umkrempeln. Seine Methode ist die Provokation. Wenig ist ihm so zuwider wie Linke und Emanzen. Letztere werden ihm zunehmend zur Obsession. „Männer müssen Frauen lieben, Frauen müssen Männer zivilisieren“, findet Köppel. Denn: „Der Mann ist ein simpel gestricktes Tier.“ Und: „Der Feminismus ist der Kommunismus der Frauen, die unter der Tatsache ungleich verteilter Schönheit leiden.“ Oh weh. Was sagt eigentlich die Mutter seiner drei Kinder dazu, die vor diesem röhrenden Erdmännchen mal Wirtschaftsberaterin war?

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