Abtreibung

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Tanz gegen den Machismo

Das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen in Mexiko schien kaum noch steigerbar. Doch zwischen Januar und Juni 2020 wurden so viele Frauen ermordet wie noch nie: 489. Drei Femizide pro Tag. Und das ist nur die offizielle Zahl, die die Regierung soeben verkündete. Doch die Frauen kämpfen mit Lebenslust und Kreativität .

Sahraa Karimi: Kämpferisch

Sie kommt aus einem Land mit Bilderverbot. Das konnte die afghanische Regisseurin nicht hindern, ihren Film in Venedig zu zeigen.

Flensburg: Klinik streicht Abtreibungen

Ein von der katholischen und evangelischen Kirche getragenes Krankenhaus streicht Abtreibungen. FrauenärztInnen, PolitikerInnen und BürgerInnen laufen Sturm. In einer Petition fordern sie eine „medizinische Grundversorgung unabhängig von Glaubensgrundsätzen“. Die Klinik wird mit Millionen Euro vom Land finanziert.

Marokkanerinnen auf den Barrikaden

Nachdem die Journalistin Hajar Raissouni wegen Abtreibung verurteilt wurde, gingen Tausende Marokkanerinnen auf die Straße. Und taten etwas Unerhörtes. 48 Jahren nach den berühmten Manifesten in Frankreich und Deutschland, erklärten nun auch in Marokko 490 Frauen öffentlich: "Ich habe abgetrieben." Was tat der König?

Deutsche ÄrztInnen am Pranger!

Mit einer Liste der Bundeärztekammer sollen ungewollt schwangere Frauen jetzt ÄrztInnen finden, die eine Abtreibung durchführen. Warum Kristina Hänel und Nora Szász nicht draufstehen wollen.

Abtreibung: Geschichten gesucht!

Die Ärztin Kristina Hänel kämpft weiter. Jetzt will sie „die unzähligen Frauen, die an illegalen Abtreibungen gestorben sind, sichtbar machen“. Dazu sucht sie „Geschichten, Namen, Daten“. Die will sie in einer Ausstellung zeigen. Denn: „Es sind die Geschichten hinter den Zahlen, die uns mitfühlen lassen.“

§219a: Urteil gegen Hänel aufgehoben!

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat das Urteil gegen die Ärztin Kristina Hänel gekippt. Das klingt nach einer guten Nachricht. Aber ist es wirklich eine? Denn an dem immer noch unsäglichen §219a ändert das Urteil nichts. Deshalb will Hänel eigentlich bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

§219a-Urteil: Schande für Deutschland

Die Gynäkologinnen Verena Weyer (li) und Bettina Gaber sind wegen Verstoß gegen §219a zu je 2000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die beiden werden weiterkämpfen. Hunderte Frauen bekundeten mit heftigen Protesten vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin ihre Solidarität. „Vermögensvorteil“ lautete die Begründung der Richterin.
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