Flüchtlingshilfe

Schwarzer zieht Bilanz: Ein Jahr danach

In den vergangenen Monaten ist die Wahrheit über die Silvester-Nacht Stück für Stück ans Licht gekommen. Aber immer noch nicht ganz. Eines ist inzwischen klar: Auch die Polizei selbst hat in großem Ausmaß versagt.

Kein Schutz für Flüchtlingsfrauen!

Eigentlich wollte die Regierung im „Asylpaket II“ auch Frauen und Kinder vor (sexueller) Gewalt in Flüchtlingsheimen schützen. Das ist jetzt gekippt. Die Mindeststandards zum Schutz von Frauen und Kindern, die jetzt gesetzlich festgeschrieben werden sollten, flogen kurzerhand wieder raus. Warum?

Schwesig fördert Schutz von Frauen

Die Ministerin reagiert auf die Forderungen von FlüchtlingshelferInnen und Fraueninitiativen: Sie stellt vier Millionen Euro für traumatisierte Frauen bereit. Außerdem sollen 200 Millionen als Kredite für den Auf- und Umbau von Unterkünften bereitgestellt werden, in denen Frauen und Kinder sich sicherer fühlen können.

Tosin hat Boko Haram überlebt

Sie überlebte das Massaker im elterlichen Pfarrershaus, ertrank auch nicht im Mittelmeer – aber kämpft bis heute um das Recht auf Asyl. „Die Fluchtgründe von Frauen werden im Asylverfahren oft zermahlen“, klagt Tosins Begleiterin Doris Köhncke vom Stuttgarter Fraueninformationszentrum.

Sie reisten von Belgrad nach Berlin

Die drei Friedensnobelpreisträgerinnen Jody Williams, Shirin Ebadi und Tawakkol Karman wollten mit eigenen Augen sehen, wie es Frauen auf der Flucht ergeht. Fünf Tage lang sprachen sie in Serbien und Kroatien mit Flüchtlingsfrauen, HelferInnen und PolitikerInnen. Jetzt zogen sie auf einer Pressekonferenz Bilanz.

,,Sie denken, sie haben ein Recht auf mich."

In Nürnberg haben sich Flüchtlinge und das Frauencafé kurzgeschlossen. Sie weisen auf die besondere Schutzlosigkeit von Frauen und Kindern hin. Und auch in anderen Kommunen üben deutsche und zu uns geflüchtete Frauen den Schulterschluss. Ihre Forderungen sind in den EMMA-Katalog eingeflossen.
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