So sind die EMMA-Leserinnen
Liebe EMMA-Leserinnen, eure Reaktionen sind überwältigend. Ihr wollt, dass wir weiter machen! Oder/und ihr versteht, dass eine EMMA 2.0 nix ist und es nur die EMMA pur sein könnte – aber die nun von uns nicht bis in alle Ewigkeit gemacht werden kann. Eure Reaktionen und eure Geschichten, wie EMMA euer Leben beeinflusst, ja verändert und euch Kraft gegeben hat, machen uns stolz.
Da ist die heute 60-jährige Bauerstochter, die mit 18 dank EMMA-Lektüre abgehauen ist, weg in „ein freies Leben“. Da sind die 19-jährigen Zwillinge, die über ihre Recherchen zu Romy Schneider und Elfriede Jelinek auf Alice Schwarzer und von da auf EMMA gestoßen sind.
Und dann sind sie eingetaucht in die Welt des EMMA-Lesesaals, in dem alle Artikel seit 1977 stehen – und wo oft jahrzehntealte Artikel brandaktuell sind. Augenöffnendes auch für heutige Teenager: zur Magersucht, zur „Weiblichkeit“, zu den Influencerinnen. „Es war das Gefühl wie noch nie vorher verstanden zu werden. (…) Das Wissen, dass EMMA uns nie einreden würde, Schönheits-OPs oder SkinnyTok etc. seien feministisch und Kritik daran deshalb unberechtigt“, schreiben Anna und Katharina.
Ja, und dann ist da auch Angela. Es war in den 1990er Jahren. Ihr Lebensgefährte hat die Psychologiestudentin nach der Trennung auf offener Straße zusammengeschlagen und auch nach dem Umzug in eine andere Stadt verfolgt. Drei Jahre lang.
Eines Tages hat sie sich ein Herz gefasst, ist in sein Haus gefahren und hat ihn zusammengeschlagen. Zum Glück versammelten sich vor der Tür schon die Nachbarn. „Ich bin erhobenen Hauptes aus dem Haus gegangen und abgefahren. Ohne EMMA hätte ich mich nie getraut. Ihr habt mir SEHR geholfen. Alles Gute für jede einzelne Mitarbeiterin.“
Und so geht es in tatsächlich hunderten von Briefen immer weiter. Wir werden nicht allen individuell antworten können, aber wir melden uns im Laufe des Novembers. Wir haben viel gegeben. Und wir bekommen sehr viel zurück. Danke.

