Theodor-Wolff-Preis für Barbara Sichtermann

Sie ist Deutschlands bekannteste TV-Kritikerin und findet es „ehrenvoll“, Feministin zu sein. Warum der Preis für ihr Lebenswerk ganz sicher damit zu tun hat. Denn egal, ob die Publizistin über Kindererziehung oder Königinnen schreibt – der bewusste Geschlechterblick hat sie seit den frauenbewegten 70ern nie verlassen.

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Mit diesem Motto warb das Seitensprung-Portal Kunden. Erfolgreich. 32 Millionen folgten - und wurden jetzt aus dem Darknet ans Licht befördert. Die größte Überraschung für die gehackten Fremdgeher dürfte sein, dass sie sich real nichts zuschulden kommen ließen.

Natascha: Die Lokalpolitikerin

Natascha Kauder, 41, ist Stadtverordnete in Frankfurt und kümmert sich auch um Flüchtlinge. Sie sagt: Wir brauchen dringend mehr Schutzräume für Frauen. Denn die sind zwar in der Minderheit. Aber inzwischen kommen sie immer öfter in Gruppen und müssen auch hier vor Übergriffen der Männer geschützt werden.

Lynn: Die Forscherin (Nr. 6)

Lynn Musiol, 26, hilft nicht nur, sie erforscht die Situation der Flüchtlinge. Hier und an der ungarisch-serbischen Grenze. Dabei erfährt sie Erstaunliches von flüchtenden Frauen. Nicht selten flüchten die Frauen vor ihren eigenen Männern, fand sie heraus. Und die Gewalt unter Männern in den Notunterkünften steigt.

Sandra: Die Deutschlehrerin

Sandra Kohl, 44, im Sauerland, wollte schon immer Deutsch unterrichten. Jetzt tut sie es: In den Vorkursen für Flüchtlinge. Die Stimmung ist angespannt. Nicht alle aus ihrem Umfeld halten das für eine gute Idee. Eine ihrer Kolleginnen hat Drohanrufe bekommen. Die Vorurteile sind auf dem Land größer, sagt Sandra.

Sylvia: Die Pantomimin

Sylvia Metz, 38, ist arbeitsuchende Schauspielerin und Theaterpädagogin. Das hält sie nicht davon ab, zu helfen. Vor allem da, wo Flüchtlingsheime brennen. Für die Übergriffe im Osten Deutschlands schämt sie sich. Dabei gibt es auch da genügend Menschen, die anpacken. Mit kleinen Ideen, die große Wirkung haben.

Irmtraut: die Feministin (Nr. 2)

Irmtraut Rothgaenger, 74, macht mit bei einer Nähstube für Frauen im „Gelben Dorf“ in Hamburg-Rahlstedt. Dabei geht es um deutlich mehr, als nur Hosen kürzen. Denn dort finden die Frauen aus Syrien oder Afghanistan Raum, sich ungezwungen auszutauschen. Und auch mal zu zeigen, wie es ihnen wirklich geht seit der Flucht.

Birte: Die Informantin (Nr. 1)

Birte Vogel, 48, aus Sandstedt, hilft den HelferInnen: Sie liefert eine Übersicht über mehr als 350 Projekte, die sich für Flüchtlinge engagieren. Gute Idee! Jede und jeder bekommt hier die wesentlichen Infos darüber, was es in der eigenen Umgebung zu tun gibt. Das ist bisher einmalig. Und Birte Vogel macht weiter.

Ulrike: Die Brückenbauerin (Nr. 3)

Früher war die 34-jährige Juristin aus dem Osten selbst eine „Reingeschleuste“ im bayerischen Städtchen. Heute erleichtert sie Flüchtlingen das Ankommen. Und dabei ist Ulrike Dinglreiter sehr, sehr hartnäckig. Egal, ob es sich um den Fußballverein, den Musikverein oder das örtliche Feuerwehrfest handelt

Aktion: Ich helfe Flüchtlingen!

Das Drama der Flüchtlinge eskaliert. Mitten unter uns. Doch es gibt viele, die helfen. Und noch mehr, die helfen wollen. Allen voran Frauen. EMMA will einige dieser Frauen vorstellen; will zeigen, dass es geht und wie es geht. Damit all diejenigen, die auch etwas tun wollen, loslegen können.

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