Pazifistinnen: Sie wagten es!

1914 herrscht in Deutschland die totale Kriegseuphorie, nicht nur bei kaisertreuen Nationalisten. Alle stimmen ein, auch Sozialisten und Intellektuelle. Nur wenige wagen gegenzuhalten, allen voran die radikalen Feministinnen. Sie organisieren 1915 sogar eine Internationale Frauen-Friedenskonferenz. Die erwies sich als visionär.

Feministinnen für Frieden

Die Verbindung von Feminismus & Pazifismus hat eine lange Tradition – von Christine de Pizan über Bertha von Suttner bis Alice Schwarzer. Auch im Ersten Weltkrieg waren die Radikalfeministinnen die mutigen Stimmen gegen den Wahnsinn. Das hat Gründe.

Marlene Dietrich: An der Front

Sie war ein Weltstar und eine überzeugte Nazi-Gegnerin. Dafür riskierte sie im letzten Kriegsjahr ihr Leben an der Seite der amerikanischen GIs im Schützengraben. Die Deutschen begegnen ihr deshalb mit Hassliebe. Manchen gilt Marlene Dietrich als „Vaterlandsverräterin“. Alice Schwarzer bewundert ihren Mut.

Feministinnen & Bioethik

Wie und warum kam die Bioethik nach Deutschland? Und was haben die Feministinnen damit zu tun? Eine Menge. Denn so manche Richtlinie zu § 218 oder Stammzellenforschung hat konkrete Auswirkungen auf Frauen und ihre Körper. Die Philosophin Petra Gehring über die Rolle der Feministinnen.

Flucht: "Ich kann nicht vergessen"

Herta wurde 1926 als Kind sudentendeutscher Eltern in Neuitschein (Nový Jicín) geboren. Am 16. Mai 1945 ruft der zurückgekehrte tschechische Präsident Edvard Beneš auf, die Deutschen im Sudentenland zu „liquidieren“. Herta erinnert sich an ihre Flucht über die Elbe.

8. Mai 1945: Frauen auf der Flucht

Mit der Kapitulation Deutschlands waren das Nazi-Regime und der Zweite Weltkrieg zu Ende. Ein Tag der Befreiung! Doch für Millionen, vor allem Frauen und Kinder, begannen nun Flucht und Vertreibung. An das Leid der vertriebenen – und millionenfach vergewaltigten – Frauen zu erinnern, ist auch 80 Jahre nach Kriegsende immer noch heikel.

Welche Feste feiern wir noch?

Eigentlich beginnt im Frühling die Zeit der Volks- und Straßenfeste, der Umzüge, Kirmessen und Flohmärkte. In ganz Deutschland wird aber ein Volksfest nach dem anderen gestrichen. Grund: Die Kosten für die Sicherheit explodieren. Der Ramadan hingegen wird gehypt. Was steckt dahinter?

Ein Not-Taxi für Frauen

Eigentlich ist der Bremer in seinem Entrümpelungsunternehmen und als Vater von zwei Kindern mehr als gut ausgelastet. Trotzdem fährt Oliver Beckmann am Wochenende nachts Frauen nach Hause, die sich nicht sicher fühlen. Geld verdient der 23-Jährige damit nicht. Warum tut er das?

Und wenn mein Sohn kämpfen will?

Einen Sohn zu haben, hatte sich Hannah Lühmann immer unkompliziert vorgestellt – bis sie verstand, dass es auf einmal nicht mehr nur um die Frage geht, ob er für ein Kleidchen in der Kita gemobbt werden könnte, sondern auch, ob sie ihn eines Tages an den Krieg verlieren könnte.

Wehrdienst: Bereit zu sterben?

Noch nicht. Weil die Deutschen „zu pazifistisch“ sind, bläst die Bundeswehr zum Eroberungsfeldzug in Schulen, Kinos und sogar im Kinderfernsehen. Wie die Militarisierung des Alltags in Siebenmeilenknobelbechern voranschreitet. Und welche Rolle die Rüstungsindustrie spielt.

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