Femizide

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Artikel zum Thema

EMMA vor 49 Jahren: Männerjustiz

1977 analysierte Alice Schwarzer als Erste das Ungleichgewicht bei der Behandlung männlicher und weiblicher Täter. Justiz und Medien ließen meist Milde für die Täter walten – und vergaßen darüber die Opfer. Ein aus heutiger Sicht geradezu unfassbares Beispiel: der Frauenmörder Fritz Honka.

Die Opfer in den Medien 1977

Wie die Medien über die von Fritz Honka ermordeten Frauen berichteten, ist ein Paradebeispiel für die Komplizität zwischen Männerjustiz und Männerpresse. Das Gericht übernahm teilweise wörtlich Berichte über die "schlampigen" und "schmutzigen" Frauen in die Urteilsbegründung, die wiederum unhinterfragt zitiert wurde.

Honkas Opfer: Unvergessen!

Im Hamburger „Garten der Frauen“ erinnert jetzt ein Gedenkstein an die vier Frauen, die Fritz Honka in den 1970ern bestialisch ermordet hatte. Über den Täter wurden Romane und Filme gemacht, die Opfer wurden vergessen. Die Frauen-Initiative hat ihre erschütternden Geschichten recherchiert.

Femizide: Esra, Rebecca, Kristina

Als sie in den Medien von der Ermordung der Marathonläuferin Rebecca Cheptegei durch ihren eigenen Ehemann erfährt, ist Kunstlehrerin Maria Faour erschüttert – und hat eine Idee. Am Ende steht eine berührende Wander-Ausstellung, die Schule machen könnte.

Alle zweieinhalb Tage!

Eine Welle der Gewalt gegen Frauen schwappt durch Deutschland: Mittlerweile stirbt alle zweieinhalb Tage eine Frau durch die Gewalt ihres Mannes! Am „Orange Day“ am 25. November, dem „Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen“ bekennen Länder, Städte und Kommunen Farbe gegen Männergewalt. Das reicht nicht.