Frauenmord

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Mexiko: Mit Leben gegen den Tod

Nach dem Mord an Ingrid Escamilla in Mexiko zeigte die Presse reißerische Fotos ihrer zerstückelten Leiche. Dagegen starteten Frauen einen kreativen Protest. Sie fluten die sozialen Netzwerke mit Fotos von Wiesen und Welpen. Sie setzen damit ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und deren Nutznießer.

„Noch 18 Femizide bis Weihnachten“

Mit Plakaten wie diesen an Berliner Hauswänden und Bauzäunen will die Gruppe „femplak“ die erschütternde Zahl Frauenmorde anprangern - und die Mythen darüber. Ein Frauenmord ist kein „Familiendrama“. Die Aktivistinnen wollen, dass die Gesellschaft Femizide nicht länger als privat betrachtet, sondern als politisch.

Österreich: Keine höhere Gewalt

Birgitt Haller, Leiterin des Wiener Instituts für Konfliktforschung, über die Morde in Kitzbühel und das neue Gewaltschutzgesetz.

1992: 1. EMMA-Kampagne gegen Frauenhass

Die EMMA-Kampagne von 1992 zeigt, dass die Fakten schon lange auf dem Tisch liegen und Polizei und Justiz ignorant bis frauenfeindlich sind. Schon 1992 beklagte EMMA, dass die Politik seit einem Vierteljahrhundert nicht handelt. Seither ist ein weiteres Vierteljahrhundert vergangen.

Und was passiert in Deutschland?

Bisher nicht genug. Kleine verlorene Frauengruppen gehen auf die Straße. Für Kanzlerin Merkel war die Gewalt gegen Frauen bisher kaum Thema. Dabei sind die Zahlen identisch mit Frankreich: Mindestens 147 Frauen wurden 2017 von ihren eigenen Männern ermordet. Und die Frauenhäuser sind überfüllt.

Französinnen in der Offensive

Sie sind seit Monaten das Thema Nr. 1 in Medien und Politik - und auf der Straße: Die Männer, die ihre eigenen Frauen umbringen. 137 allein im Jahr 2019. Frauenministerin Schiappa legte einen Aktionsplan vor und Präsident Macron schaltete sich persönlich ein: Gegen das Versagen von Polizei und Justiz!
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