Ein Leben für die Gerechtigkeit

Ruth Bader Ginsburg war in den 1950ern eine von nur neun Jura-Studentinnen in Harvard.
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"Von allen Menschen, die ich kenne, kommt sie einem Superhelden am nächsten!“ Nicht nur für Gloria Steinem ist Ruth Bader Ginsburg eine feministische Ikone, die mit ihren bahnbrechenden Urteilen „das Leben für amerikanische Frauen verändert hat“. Das Gesicht der 85-jährigen Richterin – von ihren VerehrerInnen RBG genannt – am Supreme Court prangt in den USA auf T-Shirts und Kaffeetassen.

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Eine beeindruckende Dokumentation (von Betsy West und Julie Cohen) zeigt, wie die jüdische Pelzhändler-Tochter aus Brooklyn in den 1950ern eine von nur neun Jura-Studentinnen in Harvard wird – und ab Anfang der 1970er als Rechtsanwältin ein frauendiskriminierendes Gesetz nach dem anderen kippt.

1993 ernennt Bill Clinton die kämpferische Juristin zur Obersten Richterin am Supreme Court. Dort stimmte sie u. a. 2015 für die Legalisierung der Homo-Ehe. Auch in Europa werden wir bald mehr von RBG hören, denn ihr neuer Kollege heißt Brett Kavanaugh.

„Ich verlange keine Bevorzugung meines Geschlechts“, sagt Ginsburg. „Alles, was ich von unseren Brüdern verlange, ist, dass sie ihre Füße von unserem Nacken nehmen.“

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