In der aktuellen EMMA

Er denunzierte diese Frauen ...

Yannic C. Hendricks hat Kersten Artus (li) auf Unterlassung verklagt, die Ärztinnen Kristina Hänel und Nora Szász wg. §219a angezeigt.
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Er, dessen Name nicht genannt werden darf, ist auf einer düsteren Mission. Er ist kein böser Zauberer und ebenso wenig von dunkler Magie durchdrungen. Er berichtet stattdessen von einer tiefen Überzeugung, die ihn antreibt. Nämlich die, das „menschliche Leben zu schützen“. Und zwar das „geborene“ wie das „ungeborene“. Über Jahre hat er mit Verweis auf den Nazi-Paragrafen 219a ÄrztInnen angezeigt, die auf ihren Internetseiten über Abtreibungen informiert haben. Hat sie vor Gericht und damit auch in die Öffentlichkeit gezerrt. Und trotzdem will der Denunziant selbst seinen Namen nicht öffentlich genannt wissen. Angeblich, weil er Angst vor „gewaltbereiten linken Abtreibungs­befürwortern“ habe.

Nein, wir sind nicht bei Harry Potter gelandet, und es geht auch nicht um, psssst!, Lord Voldemort. Die Rede ist von dem Mathematikstudenten Yannic Lukas Hendricks aus Kleve. (...)

Die Tatsache, dass er ein Mann sei und nicht schwanger werden könne, helfe, dass er „nicht so voreingenommen“, sondern „objektiv“ mit dem Thema umgehen könne. In dem Interview eröffnete der Lebensschützer auch, dass er es nicht bei den Anzeigen belässt, sondern sich nach Abschluss eines Verfahrens meistens an die zuständige Landesärztekammer wende, „mit der Bitte zu überprüfen, ob neben strafrechtlichen auch standesrecht­liche Konsequenzen in Betracht kommen“. (...)

Denn: „Zwischen geborenem und ungeborenem menschlichen Leben zu unterscheiden ist meines Erachtens biologisch und medizinwissenschaftlich nicht haltbar. Alles menschliche Leben ist gleich viel wert. (…) Und deswegen ist es auf jeden Fall meine Leidenschaft, das menschliche Leben zu schützen.“ (...)

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