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Kölns OB Reker: Nase vorn!

Seit 2015 ist Henriette Reker Oberbürgermeisterin von Köln - die zweite Frau nach Agrippina. - Foto: Jens Koch
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Ihr Start war holprig, um es milde zu formulieren. Am 17. Oktober 2015 wurde Henriette Reker, die parteilose Kandidatin für das Amt des Kölner Oberbürgermeisters, Opfer eines Attentats. Der erklärte Rechte Frank S. stach ihr ein Messer in den Hals. Grund: Ihre menschenfreundliche Flüchtlingspolitik. Es hätte schief gehen können. Ihre Geistesgegenwart hat sie gerettet. Nur zweieinhalb Monate später, am 31. Dezember 2015 randalierten über 2.000 junge Männer stundenlang auf dem Bahnhofsvorplatz, 652 Frauen erstatteten Anzeige wegen sexueller Gewalt. Die meisten Männer auf dem zentralsten Kölner Platz in dieser Nacht waren Flüchtlinge oder hatten einen migrantischen Hintergrund. Gefragt, was Frauen tun könnten, um sich im herannahenden Karneval zu schützen, antwortete die Oberbürgermeisterin, sie sollten „eine Armlänge Abstand“ halten. Der arg naiv klingende Satz zog weit über Köln hinaus Kreise. Heute würde wohl niemand mehr diese so sattelfeste Oberbürgermeisterin für naiv halten.

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Frau Oberbürgermeisterin, Sie sind die erste Kölner Stadtchefin seit Kaiserin Agrippina, die im Jahr 15 n. Chr. Colonia, das heutige Köln, gründete. Agrippina war beim Volk sehr beliebt, bei den mächtigen Männern jedoch verhasst. Es heißt sogar, sie habe ihren eigenen Mann Claudius umgebracht.

Reker (lacht): Die Parallelen halten sich in Grenzen. Meinem Mann geht es bestens!

Sie sind die einzige Oberbürgermeisterin in NRW und die einzige einer Millionenstadt in Deutschland. Darauf können die Kölnerinnen stolz sein. Aber das allein genügt ja nicht. Seit fünf Jahren sitzen Sie im Kölner Rathaus und am 13. September stellen Sie sich wieder zur Wahl. Warum sollten speziell die Kölnerinnen Sie wählen bzw. wiederwählen?
Weil das Frauenthema ein absolutes Herzensthema von mir ist! Köln muss weiblicher werden. In Köln sind Frauen unterrepräsentiert – wie in der ganzen Bundesrepublik! Es heißen ja mehr Oberbürgermeister Thomas als Frauen an Stadtspitzen stehen. Das gleiche gilt für Vorstände in der Wirtschaft.

Und wie fördern Sie Frauen in Köln konkret?
Wir haben hier in der Stadtverwaltung nicht nur Mentée-Programme, was es ja inzwischen in jedem Unternehmen gibt. Ich habe auch das „Führen in Teilzeit“ eingeführt, um Frauen zu ermuntern, Führungspositionen zu übernehmen. Und das klappt wunderbar! Unsere Dezernate werden inzwischen zur Hälfte von Frauen geleitet, wobei ich darauf nur geringen Einfluss habe, denn die Beigeordneten werden vom Stadtrat gewählt. Auch für einige Amtsleitungsstellen konnte ich Frauen gewinnen.

Und die Quote in der Politik?
Ich bin eine Verfechterin der Frauenquote! Leider muss ich feststellen, dass oft gerade auch Frauen die Quote ablehnen. Sie wollen keine „Quotenfrau“ sein. Dabei ist doch vollkommen klar, dass die Frau nur mit gleicherEignung in Frage kommt.

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Sie wollten als Kind Astronautin werden. Das klingt verwegen.
Ich hatte selbst keine Geschwister und war umgeben von Familien, die lauter Jungs hatten. Ich habe früh gelernt, mich in einer „Männergesellschaft“ zu behaupten. Wir hatten einen Mondglobus und ich durfte die erste Mondlandung live am Fernsehen verfolgen, das fand ich faszinierend. Hinzu kam: Ich bin auf eine damals reine Mädchenschule gegangen, die Liebfrauen-Schule. Und unsere Lehrerinnen waren zum Teil Nonnen und unwahrscheinlich selbstbewusste und autarke Frauen. Mit der Schulleiterin, Schwester Corda, habe ich heute noch Kontakt. Diese Ordensschwestern haben uns vermittelt, dass wir alles werden können, was wir wollen. Deshalb ist mir das Thema Bildung so wichtig. Und ich finde, mein größter Erfolg der letzten Jahre ist, den Schulbau vorangebracht zu haben. Als ich antrat, passierte da einfach viel zu wenig. Jetzt lassen wir mit Investorinnen und Investoren bauen. Gerade haben wir im Rat das zweite und größte Schulbaupaket aller Zeiten mit 1,7 Milliarden Euro für 13.000 Schulplätze verabschiedet.

Nochmal zurück in die 60er Jahre. Was haben Ihre Eltern gemacht?
Meine Mutter ging wieder in ihren Beruf zurück, als ich aufs Gymnasium kam. Sie war Kontoristin bei der EMI Electrola und hat da ein Team geleitet. Mein Vater war Küchenchef und Konditormeister. Ich war das einzige Kind und meine Mutter tat alles, um mir eine gute Bildung zu ermöglichen und mir viel Selbstbewusstsein mitzugeben. Mein Vater hat dafür gesorgt, dass ich schon als kleines Mädchen im Polizeisportverein war und Judo lernte. An Karneval wäre ich auch gern mal als Prinzessin oder Hofdame gegangen, aber nein! Ich hatte immer ein handfestes Kostüm: Cowboy, Hexe oder Clown. 

Die Stadt, die Sie lenken, hatte ja den Ruf einer „Pannenstadt“.
Ja, leider – aber zum Teil auch selbst verschuldet. Der Auslöser für meine Kandidatur war der Einsturz des Stadtarchivs im Jahre 2009. Wir Kölnerinnen und Kölner wissen heute alle noch, wo wir in diesem Moment waren. Ich saß im Auto in Gelsenkirchen, wo ich Sozialdezernentin war, als ich die Nachricht im Radio hörte. Das war so eine Katastrophe! Man muss sich das vorstellen: Die Stadt drohte ihr Gedächtnis zu verlieren. Das ist ja wie eine Demenz bei einem Menschen. Und als ich nach Hause kam, sagte ich zu meinem Mann: „Wir gehen nach Köln!“

Und ihr Mann zog klaglos mit?
Mein Mann ist Australier und hat deshalb diese enge Heimatbindung an eine Stadt nicht. Für ihn ist es nicht so wichtig, ob er in Gelsenkirchen, in Kiel oder in Köln lebt. Und ich wollte nach Köln: Etwas verändern!

Nun sind es von Gelsenkirchen nach Köln zwar nur 100 Kilometer, aber von der Sozialdezernentin zur OB-Kandidatin ist es doch ein großer Schritt. Wer hat Ihnen die Kandidatur denn angetragen?
Zunächst wurde der Posten der Sozialdezernentin frei, weil meine Vorgängerin als Staatssekretärin in die Landesregierung wechselte. So wurde ich 2010 zunächst Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt, für die die Grünen das Vorschlagsrecht hatten. Bei der Oberbürgermeisterinnenwahl 2015 haben mich insbesondere die CDU, Bündnis 90/Die Grünen und die FDP unterstützt.

Sie selbst sind parteilos. Es kommt ja jetzt immer öfter vor, dass parteilose Kandidaten und Kandidatinnen gewählt werden. Sicher auch, weil die Menschen den Parteien immer weniger trauen. Und die Parteilosigkeit hat sicher Vorteile, aber auch Nachteile. Wie sehen Sie das? Es ist schwieriger geworden, weil ich für Entscheidungen im Rat immer erst eine politische Mehrheit finden muss. Das ist natürlich einfacher, wenn die Oberbürgermeisterin selbst einer großen Fraktion angehört. Aber der Vorteil ist, ich kann viel mehr den Grundsatz
des „besten Arguments“ und der „besten Idee“ umsetzen und unvoreingenommener agieren. Und die Menschen spüren das und unterstützen das auch.

Sie sind damals angetreten, um die Kölner Stadtverwaltung und den berühmt-berüchtigten „Kölner Klüngel“ auf Vordermann zu bringen. Viele Kölnerinnen und Kölner scheinen zu finden, dass das bisher noch nicht so ganz gelungen ist.
Sagen wir mal so: Der Prozess ist beileibe noch nicht abgeschlossen. Das konnte man aber auch nicht erwarten. Die Stadtverwaltung ist ja ein Unternehmen mit 21.500 Mitarbeitenden, plus angeschlossene große Unternehmen, wie z. B. die Stadtwerke. Aber es ist mir gelungen, der Stadt eine neue Ausrichtung zu geben – dass sich mehr Menschen in der Verwaltung für schnellere, modernere Verfahren engagieren, Neues wagen und unabhängig von hierarchischer Einordnung modernisieren. Damit können dann Prozesse zügiger werden.

Ein Kollege hat gesagt: „Um die Kölner Stadtverwaltung auf Trab zu bringen, bräuchte es wahrscheinlich einen richtigen Macho.“ Also jemanden, der rumbrüllt und mit der Faust auf den Tisch schlägt?
Das kann nur jemand sagen, der noch nie ein Unternehmen mit mehr als 20.000 Mitarbeitenden gesteuert hat. Ich führe mit Zielvereinbarungen, Vertrauen in die Kompetenz meiner Kolleginnen und Kollegen und einer guten Fehlerkultur. Klar und konsequent. Vor zwei Jahren habe ich eingeführt, dass wir im Januar den Bürgerinnen und Bürgern das Arbeitsprogramm für das gesamte Jahr vorstellen und am Ende des Jahres dann auch klar erklären, was daraus geworden ist bzw. wie weit wir gekommen sind. Und man muss sagen: Bei Corona hat sich gezeigt, dass die Verwaltung gut funktioniert. Wir haben in Köln vieles hinbekommen, was andere nicht geschafft haben.Vieles von dem, was wir hier machen, wie z. B. das Kontaktpersonen-Management, erlangte Vorbildcharakter und wird inzwischen von anderen Städten kopiert.

Stichwort Klimawandel. Köln ist relativ klein und wäre ideal zum Radfahren. Leider ist das lebensgefährlich.
Köln ist nach dem Krieg zu einer Autostadt geworden. In Rotterdam hat man nach dem Krieg angefangen, im großen Stil Fahrradwege zu bauen. In Köln erst vor fünf Jahren. Da werden wir bald sichtbar vorankommen.

Stichwort Sicherheit. Gerade für Frauen ein sehr wichtiges Thema.
Wir haben aus dieser schrecklichenSilvesternacht, die uns alle total schockiert hat, viel gelernt und neue Strukturen geschaffen. Polizei und Ordnungsamt haben seitdem zum Beispiel eine gemeinsame Wache am Roncalliplatz und gehen gemeinsam Streife, sodass Ordnungswidrigkeiten und Straftaten gleichzeitig sanktioniert werden können. Wir haben eine Sicherheitskonferenz, in der alle drei Monate Polizeipräsident, Vertreter der Ermittlungsbehörden, der Justiz und der Stadt zusammen die aktuellen Sicherheitsprobleme besprechen. Wir haben das Haus des Jugendrechts, also eine Kooperation zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und der Stadt, das jugendliche Intensivtäter stoppen soll. Wir haben das Projekt „Edelgard schützt“, das auch bei Großveranstaltungen mit einer mobilen Beratungsstelle vertreten ist. Und jede und jeder Uniformierte hat die Telefonnummer der Beratungsstelle und kann sie an die betroffene Frau sofort weitergeben. Ein Grundproblem ist aber, dass man in einer Metropole nicht immer ein gutes Sicherheitsgefühl hat. Das gilt ebenso für Berlin, München oder Hamburg.

Sie selbst sind am 17. Oktober 2015, einen Tag vor der Wahl, bei einer Wahlkampfveranstaltung Opfer eines Attentates geworden. Der Täter war ein Rechter und Gegner ihrer toleranten Flüchtlingspolitik. Sie sind dann gewählt worden, während Sie noch im Krankenhaus lagen – und haben Ihr Amt angetreten.
Dieser Mann hat mich zwar niedergestochen, aber ich bin nicht bewusstlos geworden. Und ich wusste sofort, was ich tun muss. Denn ich war als Berufsanfängerin bei der Berufsgenossenschaft „Holz und Metall“ in Bielefeld. Dort habe ich u. a. Arbeitsunfälle bearbeitet, deshalb weiß ich, wie mit Stichverletzungen umzugehen ist. Ich habe mir also den Handschuh ausgezogen, habe einen Finger in die Wunde gesteckt und damit die Blutung kompressiert. So hat der Täter keine Macht über mich bekommen, denn ich habe mich selbst aus der Situation gerettet, bevor dann hervorragende Mediziner mir geholfen haben. Und das gibt mir Kraft.

Haben Sie damals nicht ans Aufhören gedacht?
Das war für mich keine Frage.

Vor einem Jahr wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübke von einem Rechten regelrecht hingerichtet. Sie selbst bekommen weiterhin Morddrohungen.
Ja, aber ich sage immer: Wer mich umbringen will, der schreibt mir vorher keinen Brief. Das ist einfach Verbalterrorismus! Außerdem lasse ich mich nicht einschüchtern. Ich sage: Keinen Millimeter nach rechts! Natürlich muss man auch einen islamischen Fundamentalismus im Auge behalten. Aber ich denke, die größte Gefahr geht von rechts aus.

Einer der großen Männerbünde, mit denen Sie es in Köln zu tun haben, ist ja der Karneval. In den Traditions-Korps sind Frauen auch im Jahr 2020 nicht zugelassen. Aber für Sie mussten die Roten Funken eine Ausnahme machen.
Ja! Denn in deren Satzung steht: „Der Oberbürgermeister ist Ehrenkommandant der Roten Funken.“ Nun wussten die Herren nicht, was sie tun sollten, weil der Oberbürgermeister nach 192 Jahren zum ersten Mal eine Frau war. Da habe ich den Präsidenten eingeladen und gesagt: „Wenn die traditionelle Verbindung zwischen den Roten Funken und dem Rathaus weiterbestehen soll und Sie Ihre Veranstaltungen weiter hier machen wollen, dann sollten Sie an die Wörter Oberbürgermeister und Kommandant doch einfach ein ‚in‘ dranhängen.“ Wir gendern einfach die Satzung – fertig!

Bei diesem Machtwort blieb den Roten Funken ja wirklich nichts anderes übrig …
Es war mir wichtig, dass ich als Frau auch die normale Uniform trage. Denn ich mache keine halben Sachen.

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IHK-Präsidentin: Die Erste

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Frau Grünewald, nach 222 Jahren der Kölner Industrie- und Handelskammer sind Sie die erste Frau an der Spitze. Wie war Ihr Weg dorthin?
Steinig! Vor zehn Jahren war ich bereits die erste Frau im Präsidium. Das war damals schon ein großes Thema, weil es kaum Frauen in den Kammergremien gab. Ein Artikel über mich trug den Titel „Dekopflanze im Männerclub“ – wenig schmeichelhaft! Wir wenigen Unternehmerinnen in der Vollversammlung haben dann den „Frauen-Business-Tag“ gegründet, um Frauen in der Wirtschaft sichtbarer zu machen und uns besser zu vernetzen.

Im Januar 2020 haben Sie sich bei der Wahl für die Präsidentschaft mit 43 zu 39 Stimmen durchgesetzt. Ihr Vorgänger war sich seiner Wiederwahl sehr sicher gewesen. Ein „Erdbeben“, hieß es. Es war die Abwahl des Establishments …
Ja, es gab schon einige, die geschockt waren. Auch mein Team aus der Wahlinitiative „NewKammer“ konnte es kaum glauben. Ich selbst habe daran geglaubt. Wenn ich es nicht wirklich gewollt hätte und keine Chance gesehen hätte, wäre ich nicht angetreten. Mit mir sind jetzt viele neue Gesichter im Präsidium, wir haben viel vor.

Was haben Sie denn vor?
Wir wollen effizienter werden und die Mitgliedsbeiträge senken. Wir möchten uns öffnen und die Region stärker machen. Es muss mehr Miteinander geben. Außerdem müssen wir unsere Themen besser in die Politik tragen. Und ich werde das Thema Frauen und Wirtschaft in Einklang bringen.

Es gibt Gegenwind. Sie hätten Ihre Befugnisse überschritten, hieß es. Zum Beispiel mit der Nutzung unzulässiger E-Mail-Programme …
Wir konnten alle Vorwürfe in einer Sondersitzung widerlegen. Fakt ist: Einige wollen mich nicht in diesem Amt haben. Ich stehe für Reformen, und ich bin hartnäckig.

Die Kölner IHK gäbe auch Stoff für einen Krimi her: Männerbünde, Intrigen, Machtkämpfe. Die Lokalpresse beschreibt die Kammer als einen „rheinischen Denver-Clan“ …
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IHK haben in der Corona-Krise in Sonderschichten gearbeitet, um unsere Mitgliedsunternehmen vor der Pleite zu bewahren und um – trotz schwierigster Bedingungen – Prüfungen für Azubis zu organisieren. Wir wollen jetzt vernünftig arbeiten und haben keine Zeit für Grabenkämpfe.

Sie haben Rückendeckung aus dem Mittelstand, von dem Sie sehr für Ihr Corona-Management gelobt worden sind.
Das Gute ist, dass der Großteil der IHK-Mitglieder, zu denen ja immer wieder neue Leute hinzustoßen, Reformen und mehr Transparenz will. In der IHK stehen dringend Veränderungen an. Nur ein Beispiel: Wir haben jährliche Portokosten von fast einer Million Euro. Bislang wurde hier die Digitalisierung nicht effizient vorangetrieben. Wir können viele überflüssige Kosten sparen und dann hoffentlich die Mitgliedsbeiträge senken. Die Corona-Krise hat uns allerdings etwas zurückgeworfen.

Wieviel Angriffsfläche bietet die Tatsache, dass Sie eine Frau sind?
Ich trage zum Beispiel gerne Kleider, das allein ist schon ein Thema. Viele Kolleginnen tragen deshalb Hosenanzug, aber ich bin keine Freundin dieser Männeruniform. Ich fühle mich im Kleid einfach wohler, und setze damit auch gern ein Zeichen für mehr Weiblichkeit.
Haben Sie es manchmal auch leichter, weil Sie eine Frau sind? Als Frau in diesem Amt steht man automatisch für frischen Wind, sonst wäre man nicht dort. Generell bin ich davon überzeugt, dass Männer und Frauen
sehr gut zusammenarbeiten und gemischte Teams zu besseren Ergebnissen kommen. Das sehen ja mittlerweile auch viele der moderneren Männer und Unternehmen so.

Was dürfen denn die Frauen in Köln von Ihnen erwarten?
Den ersten sichtbaren Schritt haben wir 2012 mit dem „1. Frauen-Business-Tag“ gemacht, der in der IHK zunächst für Irritationen sorgte: Eine normale IHK-Veranstaltung hat so 150 Besucher, zum Frauen-Business-Tag kamen 800 Frauen! Meine Mitstreiterinnen im Orga-Team und ich hatten noch Tage danach ein Grinsen im Gesicht. Wir haben unsere Hauptthemen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und mehr Frauen in Führungspositionen, mittlerweile auch in den wirtschaftspolitischen Positionen unserer IHK verankert. Diese Forderungen tragen wir in die Unternehmen und in die Politik. Und natürlich will ich weitere Frauen hochholen. Wir müssen sichtbarer und mehr werden

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